DERBY CYCLE AG O.N.
- Jochen Kauper - Redakteur

Bögershausen: „Derby Cycle-Übernahme unerwünscht“

Die niederländische Accell Group hat ihre Beteiligung an Derby Cycle von 5,7 Prozent auf rund 22 Prozent ausgebaut. Der deutsche Fahrradhersteller Derby Cycle holt zum Gegenschlag aus. Der Vorstand will unter allen Umständen Eigenständig bleiben.

„Wir sehen keine Vorteile eines Zusammengehens", so Finanzvorstand Uwe Bögershausen gegenüber dem AKTIONÄR. Der Vorstand von Derby Cycle tritt auf die Bremse. Nachdem die Accell Group ihren Anteil am deutschen Fahrradhersteller von 5,7 Prozent auf 22 Prozent ausgebaut hat, geht man in Cloppenburg nicht mehr nur von einem Finanzinvestment der Niederländer aus.

Übernahme unerwünscht

„Wir haben zum Börsengang eine Strategie verkündet, mit der sind wir auch sehr erfolgreich. Diese Schritte wollen wir weiter machen, aber unabhängig. Dafür ist Derby Cycle gut gerüstet.  Wir sind im Moment der Wettbewerber der den Markt treibt. Allein deshalb wollen und wir brauchen auch keine Hilfe von außen", so Bögershausen weiter.  Dabei bemängelt die Führung von Derby Cycle vor allem die Vorgehensweise der Accell Group. Bislang habe es nämlich keine Gespräche zwischen den beiden Unternehmen gegeben. Der Vorstand von Derby Cycle will aber auf jeden Fall eine Übernahme, beziehungsweise einen Zusammenschluss mit einem großen Wettbewerber vermeiden. „Aus heutiger Sicht haben wir keinerlei Interesse an einer irgendwie gearteten Zusammenarbeit mit der Accell Group. Wir sind zu Beginn dieses Jahres an die Börse gegangen, um unsere Strategie eigenständig und mit hoher Dynamik fortsetzen zu können", so der Vorstand.

Aktie bleibt interessant

„Wir haben uns in der Vergangenheit immer auf unsere Geschäft und unser organischen Wachstum konzentriert. Damit waren wir sehr erfolgreich. Nach dem Börsengang konnten wir sogar noch einen Gang hoch schalten. Wir sehen, dass wir die richtigen Instrumente und Strategien haben, um im Fahrradmarkt erfolgreich zu sein", so Bögershausen. Demgegenüber ist die niederländische Accell Group ist zuletzt nur durch Akquisitionen gewachsen. Kein Wunder, dass die Niederländer ein Auge auf die deutsche Derby Cycle AG geworfen haben. Vor allem der Markt für E-Bikes bietet für den Fahrradhersteller aus Cloppenburg einen interessanten Wachstumsmarkt. Auch haben die letzten Zahlen die hervorragenden Wachstumsaussichten untermauert. Die Aktie ist mit einem KGV von 9 für 2011 günstig bewertet. Die Übernahmespekulationen gibt es als Bonus obendrauf.

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