Lufthansa
- Werner Sperber - Redakteur

BO: Bei der Lufthansa ist doch alles Negative schon eingepreist

Börse Online ist durch den Kompromiss im Tarifstreit mit den Flugbegleitern sowie einem möglichen Strategieschwenk wieder auf die Aktie der Deutschen Lufthansa aufmerksam geworden. Das Unternehmen erwägt zum einen, die Billig-Tochterfirma Eurowings ab dem nächsten Jahr auch ab München fliegen zu lassen und dafür die Zahl der Flugzeuge aufzustocken. Bislang fliegt Eurowings überwiegend kleinere Flughäfen an. Weiter soll wohl das Geschäftsmodell der Fracht-Tochterfirma Cargo erweitert werden. Demnach sollen die Fluggäste künftig per App auf ihrem Smartphone Fracht-Flugkarten buchen können, beispielsweise um ihr Motorrad in die USA befördern zu lassen. Zudem will die Fluggesellschaft über eine Zusammenarbeit mit Internet-Handelsfirmen wie etwa Amazon vom wachsenden Onlinehandel über Kontinente hinweg profitieren.

Das Geschäftsumfeld ist und bleibt für die Deutsche Lufthansa schwierig. Die Tarifverhandlungen mit den Piloten laufen auch weiter. Börse Online schreibt, das alles ist im Kurs mittlerweile mehr als eingepreist. Das KGV für das nächste Jahr beträgt nur mehr 4. Risikobewusste Anleger sollten diese günstige Kaufgelegenheit nutzen. Das Kursziel beträgt 14,50 Euro und die Absicherung sollte bei 8,80 Euro gesetzt werden.

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