BMW
- Nikolas Kessler - Volontär

BMW weist Manipulations-Vorwurf zurück

Nach dem Skandal um erhöhte Stickoxid-Konzentrationen in den Abgasen von Dieselfahrzeugen bleiben die Anleger in der Autobranche äußerst nervös. Ein Bericht der Auto Bild, wonach auch Fahrzeuge von BMW betroffen sein sollen, hat die Aktie am Vormittag um knapp sieben Prozent nach unten gerissen. Ein Dementi des Unternehmens folgte auf dem Fuß.

BMW hat einen Bericht über angebliche Manipulationen von Werten bei Abgastests zurückgewiesen. "Grundsätzlich gilt: Bei der BMW Group wird nicht manipuliert, und wir halten uns selbstverständlich in jedem Land an die gesetzlichen Vorgaben und erfüllen alle lokalen Testvorgaben", erklärte das Unternehmen am Donnerstag in München.

Zuvor waren die Aktien des Autobauers auf Talfahrt gegangen, nachdem Auto Bild berichtet hatte, dass nicht nur VW-Dieselautos von Grenzwert-Überschreitungen bei Abgastests betroffen gewesen seien. So habe der BMW X3 xDrive 20d bei einem Straßentest des International Council on Clean Transportation (ICCT) den Euro-6-Grenzwert für Stickoxid um mehr als das Elffache überschritten.

Dazu erklärte BMW: "Die in der Auto Bild angeführten Ergebnisse zu den Emissionen des BMW X3 im Rahmen eines nicht näher beschriebenen Straßentests sind uns bisher nicht bekannt und daher für uns derzeit weder nachvollziehbar noch erklärbar." Man werde den ICCT kontaktieren und um Aufklärung zu dem Straßentest bitten.

Das ICCT hatte den Diesel-Skandal bei Volkswagen ins Rollen gebracht. Die Wolfsburger hatten zugegeben, dass weltweit rund elf Millionen Motoren des genannten Typs mit einer Software ausgestattet wurden, um die Messung des Schadstoffausstoßes zu manipulieren. Am Mittwoch hatte VW-Chef Martin Winterkorn als Konsequenz aus dem Skandal seinen Posten geräumt.

Abwarten

Die Situation bei den Titeln der Autobauer bleibt äußerst angespannt. Die BMW-Aktie hat zwischenzeitlich fast sieben Prozent verloren. Auch die Aktien von Daimler und Continental geraten erneut in den Sog. In Anbetracht der Turbulenzen sollten Anleger an der Seitenlinie bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

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