BMW
- David Vagenknecht

Das schwierige Jahresende von BMW

Die Zahlen für das dritte Quartal 2018 liefern keinen Rückenwind für die BMW-Aktie. Beim Umsatz schneidet der DAX-Konzern zwar besser ab als am Markt erwartet, der Gewinn jedoch geht um einen Viertel zurück.

BMW setzte im dritten Quartal fast 25 Milliarden Euro um (Analystenschätzung 24 Milliarden Euro). Ein Plus von 4,7 Prozent. Der operative Gewinn (EBIT) schrumpfte allerdings um fast 27 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro (Schätzung 1,91 Milliarden Euro). Vor allem die Kernsparte Automobile enttäuschte.

EBIT-Marge im Bereich Automotive sackt ab

Bereits im September hat BMW den Jahresausblick für 2018 gesenkt. Das Margenziel für den Bereich Automotive wurde revidiert: Statt den üblichen acht bis zehn Prozent rechnet der Konzern nur noch mit sieben Prozent.

Vor allem im dritten Quartal kommt BMW in punkto Marge in der Autosparte ins Trudeln. Mit 4,4 Prozent lag diese deutlich unter dem Ziel von sieben Prozent. Vor Jahresfrist lag die Marge noch bei 8,6 Prozent.

Zukunft ungewiss

Fazit: Die Autobauer befinden sich in einem schwierigen Umfeld. Probleme bereiten nach wie vor der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der neue Abgasstandard WLTP. Der aktuelle BMW-Kurs liegt mit knapp 75 Euro weit unterhalb der gleitenden Durchschnitte der letzten 200 und 38 Tage.

Positiv: Gerade in den schwierigen Zeiten wappnet sich BMW für die Zukunft und investiert in neue Technologien wie zum Beispiel die Elektromobilität sowie autonomes Fahren. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres waren die Kosten für Forschung und Entwicklung mit rund vier Milliarden Euro um etwa elf Prozent höher als im Vorjahr. Anleger warten bei der BMW-Aktie weiterhin an der Seitenlinie ab.

 

 

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