Daimler
- Jochen Kauper - Redakteur

BMW, Daimler und VW: Neue Impulse aus Genf

Zum Auftakt des Genfer Autosalons am 7. März sagen die Meteorologen Sonne und frühlingshafte Temperaturen voraus. Dabei ist die Wetterlage innerhalb der Automobilbranche ausgesprochen durchwachsen. Ein Hoch über China wird durch ein Tiefdruckgebiet über Europa überschattet. Wie geht es mit BMW, Daimler und VW weiter?

In Genf wollen die Konzerne Aufbruchstimmung verbreiten - allen voran für den europäischen Markt. Neue Modelle sollen für frischen Wind sorgen. Unter den rund 900 ausgestellten Autos sind nach Angaben des Messeveranstalters alleine 130 Welt- oder Europapremieren.

Kundenfang

Die Modelloffensiven der einzelnen Hersteller sind ein Vorbote für die nächste Runde im Kampf um die Kunden. Vor allem auf Europas Automärkten werden die Hersteller auch in diesem Jahr keine große Erholung zu spüren bekommen.

Volkswagen gut aufgestellt

Europas größter Autohersteller sieht der Situation in Europa gelassen entgegen. VW hat sich vom Abwärtssog der Massenhersteller abgekoppelt. Mit fast 22 Milliarden Euro Gewinn für das vergangene Jahr sprengten die Wolfsburger alle Rekorde - die gleiche Summe konnte Renault gerade als Umsatz der ersten sechs Monate verbuchen. Die Wolfsburger haben rechtzeitig Zukunftsmärkte wie China erobert.

Daimler will angreifen

Mit ganz anderen Problemen muss indes einer der bekanntesten Konzernbosse kämpfen: Daimler-Chef Dieter Zetsche ist gefordert. Im Kampf gegen die Oberklasse-Konkurrenz von BMW und Audi darf Daimler nicht den Anschluss verlieren.  In Genf steht nun Zetsches erster öffentlicher Auftritt nach seiner Vertragsverlängerung an.

Aufwärtspotenzial
VW steht noch immer glänzende da. Nach der Bodenbildung sollte die Aktie auch wieder nach oben drehen und die positive Entwicklung der letzten Monate fortsetzen. In einem freundlichen Marktumfeld sollte die VW-Aktie bald die Marke von 200 Euro in Angriff nehmen. Die Daimler-Aktie steht vor einem Ausbruch über das alte Bewegungshoch von 45,60 Euro. Danach sollte der Weg bis auf 49 Euro frei sein. Festgefahren hat sich derzeit das Papier von BMW. Die Aktie ist eine Halteposition.

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