Volkswagen Vz.
- Werner Sperber - Redakteur

Bmp Media Investors und Volkswagen im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II

Das Stuttgarter Researchbüro freut sich über den Aufwind für bmp Media Investors und befragt dazu Gründer und Vorstand Oliver Borrmann. Der Anlegerbrief performaxx möchte für alle Fälle bei der Vorzugsaktie von Volkswagen gerüstet sein und stellt zwei passende Derivate vor.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Stuttgarter Researchbüros verweisen auf den Kursanstieg der Aktie von bmp Media Investors von rund 30 Prozent seit Jahresbeginn. Oliver Borrmann, Gründer und Vorstand der Beteiligungsgesellschaft aus Berlin, erklärt im Interview mit den Experten zudem seine ehrgeizigen Ziele: Bis zum Jahr 2015 möchte er den Wert des Portfolios auf 100 Millionen Euro steigern. Die Marktkapitalisierung beträgt dagegen derzeit nur rund 14 Millionen Euro. Bmp besitzt auch 8,5 Prozent an der bereits börsennotierten Heliocentris Energy Solutions AG, die nicht zum Kern-Portfolio gehört, aber dennoch behalten werden soll. Das Unternehmen könne in einigen Jahren eine sogenannte "One Billion Dollar Company" werden. Beim Portfolio-Unternehmen Revotar ist in der vergangenen Woche eine Fremdkapitalfinanzierung vertraglich umgesetzt worden. Mit der weiteren Finanzierung der Gesellschafter hat Revotar Geld bis ins nächste Jahr. Damit können die laufenden Gespräche mit potenziellen Pharmapartnern zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Bmp hat sich allerdings auf Beteiligungen an Medien- und Marketingdienstleistungsunternehmen spezialisiert, weil das Management dort den größten Erfahrungshintergrund hat und das engste Partnernetzwerk, so dass mittelfristig eine Spitzenposition als Beteiligungsgesellschaft in diesem Segment erreicht werden kann. Acht der 18 Portfolio-Unternehmen wachsen mit mehr als 100 Prozent pro Jahr. Nach fünf neuen Investments in diesem Jahr dürfte bmp noch drei weitere Beteiligungen im laufenden Jahr bei jungen Unternehmen eingehen, welche das Potenzial haben, innerhalb der kommenden fünf bis sieben Jahre Spitzenpositionen in ihren Märkten einzunehmen. Bmp hat viele Unternehmen mit gegründet und hält mit durchschnittlich mehr als 25 Prozent einen recht hohen Anteil an den Gesellschaften. Borrmann erklärt: "Wir sind ein sehr aktiver Investor - in guten wie in schlechten Zeiten. Das Thema Börsengang ist zumindest in Deutschland aktuell kein Thema. In Polen sieht die Situation deutlich freundlicher für kleinere Wachstumsunternehmen aus. Die Verkaufsschiene an andere Unternehmen ist eigentlich immer offen, so dass wir denken, auch in diesem Jahr noch den einen oder anderen Exit zu erreichen." Trotz der Abschreibungen auf Revotar soll das Unternehmensergebnis im laufenden Jahr positiv sein. Borrmann erklärt, er sehe für das restliche Portfolio eher "Wertaufhellungspotenzial. Und dann streben wir im vierten Quartal 2012 ja auch noch den Verkauf einer unserer Beteiligungen an, der uns einen positiven Ergebnisbeitrag einbringen sollte." Um das Ziel des Portfoliowertes von 100 Millionen Euro zu erreichen "haben wir einen dezidierten Maßnahmenplan erstellt, der in vier Hauptblöcke unterteilt werden kann: Erstens: Erwirtschaftung von Gewinnen und Wertsteigerung des Portfolios. Zweitens: Kapitalerhöhungen. Drittens: Übernahme von Beteiligungen gegen die Ausgabe von Aktien und viertens: Reduktion des Bewertungsabschlags auf den Portfoliowert." Die Analysten von Montega geben den "fairen Wert" der Aktie mit 1,25 Euro an. Jüngst prallte die Notierung jedoch erneut am Widerstand bei 0.80 Euro ab. Borrmann versichert jedoch, der Potenzialwert liege "mit Sicherheit deutlich über dem "fairen Wert". Dieser wird sich über die kommenden Monate hoffentlich klarer ableiten lassen." Zudem möchte sich bmp demnächst bei einigen "Roadshows" Anlegern und Analysten vorstellen. Borrmann sagt: "Unser Ziel muss es sein, so schnell wie möglich den Pennystock-Bereich zu verlassen, da dieser einige strategische Maßnahmen wie Kapitalerhöhungen blockiert."

Der Anlegerbrief performaxx: Volkswagen im Vorwärts- und im Rückwärtsgang    

In den vergangenen Jahren haben andere Automobilkonzerne Verluste erwirtschaftet. Der Volkswagen-Konzern war dagegen erfolgreich. Die Experten des Anlegerbriefes performaxx erklären: Beim deutschen Vorzeigeautobauer scheine die Welt in Ordnung zu sein. Seit dem Ende des Jahres 2008 und einem Kurs von rund 28,25 Euro stieg die Notierung der Vorzugsaktie bis Juli vergangenen Jahres auf das Allzeithoch bei 152,20 Euro. Nach der folgenden Korrektur bildet sich im Chartbild eine aufsteigende Dreiecksformation. Die steigende Dreieckslinie verläuft derzeit bei 135 Euro und bietet eine Unterstützung. Die waagerechte Begrenzungslinie des Dreiecks befindet sich auf Höhe des Allzeithochs. Dieses Niveau ist jüngst mit 155,65 Euro kurzzeitig übertroffen worden. Da sich die Notierung nun wieder in der Dreiecksformation befindet, steigt das Risiko eines Fehlausbruchs stark an. Falls nun noch die Aufwärtstrendlinie bei 135 Euro unterschritten wird, droht ein Kursrutsch bis hin zur Unterstützung bei 80 Euro. Einzig eine schnelle Rückkehr auf das Niveau von 152 bis 155 Euro könnte diesen Kursrutsch abwenden.

Wenn der Aktienkurs also auf weniger als 135 Euro sinkt, sollten risikobereite Anleger in den am 16. Dezember 2013 fälligen Put-Optionsschein (WKN CT6 GYS) der Citigroup Global Markets Deutschland AG auf die Vorzugsaktie von Volkswagen einsteigen. Der Schein ist mit einer Basis von 100 Euro und einem Hebel von derzeit 24,2 ausgestattet. Das Kursziel für die Aktie beläuft sich auf 80 Euro. Steigt die Notierung jedoch auf mehr als 155 Euro, sollte der am 13. März 2013 fällige Call-Optionsschein (WKN DE8 6S9) der Deutschen Bank auf die Vorzugsaktie von Volkswagen gekauft werden. Dieser Schein weist eine Basis von 150 Euro und einen Hebel von momentan 17,1 auf. Das Kursziel für die Aktie beträgt in diesem Fall 177 Euro.

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