Genco Resources Ltd.
- DER AKTIONÄR

Blutbad am Rohstoffmarkt

Der August 2007 wird den meisten Rohstoffanlegern wohl länger im Gedächtnis bleiben. Denn es war der Monat, in dem nahezu alle Minenaktien hohe zweistellige Kursverluste verbuchen mussten. Dabei hat es die Großen der Branche ebenso erwischt, wie zahllose kleine Explorationsgesellschaften.

In den zurückliegenden Wochen standen viele Rohstoffaktien unter starkem Verkaufsdruck. Dies schafft neue Einstiegschancen.

Der August 2007 wird den meisten Rohstoffanlegern wohl länger im Gedächtnis bleiben. Denn es war der Monat, in dem nahezu alle Minenaktien hohe zweistellige Kursverluste verbuchen mussten. Dabei hat es die Großen der Branche ebenso erwischt, wie zahllose kleine Explorationsgesellschaften. Letztere mussten sogar oft noch größere Verluste hinnehmen – und manchmal leider auch nicht ganz zu Unrecht.

Hausgemachter Abwärtstrend

Denn es war nicht nur der allgemeine Abwärtstrend am Markt, der den Minenaktien zugesetzt hat. Auch ein eigenes, hausgemachtes Problem ließ verschreckte Rohstoffinvestoren ihre Depotpositionen auf den Markt schmeißen. In den vergangenen Monaten legten nämlich einige Minengesellschaften ihre bares Geld in hochspekulativen Wertpapieren an. Beliebt waren vor allem sogenannte ABS-Papiere; ABS steht für Asset Backed Securities. Das sind Wertpapiere, die durch Forderungen wie zum Beispiel Immobilienkredite besichert sind und eine höhere Verzinsung als andere Geldmarktpapiere versprechen. In der Regel funktioniert dies auch, doch in Zeiten von Immobilienkrisen kann die Gier nach höherer Rendite schnell zu außerordentlichen Problemen führen. Da die ABS-Papiere in den zurückliegenden Wochen nur noch eingeschränkt handelbar waren, kam es bei manchen Rohstoffgesellschaften zu massiven Liquiditätsengpässen. Diese gingen sogar so weit, dass ausstehende Rechnungen und Arbeiterlöhne vorübergehend nicht mehr bezahlt werden konnten. Als das am Aktienmarkt bekannt wurde, machte das Wort „Pleitewelle“ die Runde, was dann zu den massiven Verkaufswellen bei vielen Rohstoffaktien geführt hat. Doch es kann Entwarnung gegeben werden: Auch wenn das Ausmaß der Investitionen in ABS-Papiere noch nicht völlig abgeschätzt werden kann, so kann man aber doch jetzt schon das Fazit ziehen, dass von „Pleitewelle“ keine Rede sein kann. Denn es sind nur einzelne Minengesellschaften von den hochriskanten Spekulationen betroffen. Zudem dürften sich die Auswirkungen der Immobilienkrise, wenn man denn von einer solchen überhaupt sprechen mag, in Grenzen halten, was wiederum den ABS-Papieren „Luft“ verschafft.

Zwei Kaufkandidaten

Das Blutbad am Rohstoffmarkt hat aber leider auch dazu geführt, dass zahlreiche Minenaktien aus dem Chart- Check des AKTIONÄRS ausgestoppt wurden. Da DER AKTIONÄR aber mit einer baldigen Erholung an der Börse rechnet, sollte man als Anleger nun seine Rohstoffpositionen wieder sukzessive aufbauen. Derzeit bieten sich Rückkäufe bei Genco Resources und Oceanagold an. Genco betreibt in Mexiko die Goldund Silbermine La Guitarra. Diese hat 2006 532.000 Unzen Silber und 4.600 Unzen Gold ausgestoßen. Das Analystenhaus Salman Partners rechnet in den kommenden Monaten mit einer deutlichen Produktionsausweitung. Für 2008 etwa veranschlagt man 958.000 Unzen Silber und 6.000 Unzen Gold. Oceanagold will im neuen Geschäftsjahr 2008 in drei neuseeländischen Minen 323.000 Unzen Gold produzieren. 2009 soll dann noch die philippinische Didipio-Mine hinzukommen. Mit einer anfänglichen Förderung von 100.000 Unzen wird sie die gesamte Goldproduktion von Oceanagold auf circa 420.000 Unzen im Jahr ansteigen lassen.

Korrektur zum Einstieg nutzen

Das „August-Blutbad“ am Rohstoffmarkt hat neue Einstiegschancen geschaffen. Rückkäufe bieten sich bei Oceanagold und Genco Resources an, die auch unter mittelfristigen Bewertungsgesichtspunkten attraktiv erscheinen.

Kursziel bei Oceanagold: 3,50 Euro. Stopp: 1,20 Euro.

Kursziel bei Genco Resources: 3,00 Euro. Stopp: 1,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 36/2007.

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