- DER AKTIONÄR

Blühende Landschaften

Dass sich auch im ostdeutschen Immobilienmarkt Geld verdienen lässt, beweist eindrucksvoll Börsenneuling RCM Beteiligungs AG.

Dass sich auch im ostdeutschen Immobilienmarkt Geld verdienen lässt, beweist eindrucksvoll Börsenneuling RCM Beteiligungs AG.

Von Michael Lang

Im Freiverkehr geht es zurzeit Schlag auf Schlag. Während das klassische IPO-Geschäft in Deutschland trotz des erfolgreichen Börsengangs von MTU nur äußerst schleppend verläuft, ist die Zahl der erfolgreichen Freiverkehrslistings im Juni sprunghaft angestiegen. Den Auftakt bildeten der IT-Dienstleister Medical Columbus sowie die Beteiligungsgesellschaften Nanostart und Xerius Bioscience. Zudem feierte noch vor der Frankfurter Frimag AG, deren Erstnotiz für den 21. Juni geplant ist und deren Zeichnungsfrist voraussichtlich noch bis einschließlich 17. Juni läuft, eine weitere deutsche Immobiliengesellschaft ihr Börsendebüt. Wie in der aktionärs-Ausgabe 24/2005 angekündigt, ist die RCM Beteiligungs AG, eine Tochtergesellschaft der Stuttgarter SM Wirtschaftsberatungs AG, seit dem 10. Juni im Frankfurter Freiverkehr gelistet.

Schwerpunkt Dresden

RCM verfügt über einen Immobilienbestand von acht Mehrfamilienhäusern mit rund 4.500 Quadratmetern in der Region Dresden, der im laufenden Monat durch den Kauf von drei Objekten um rund 1.500 Quadratmeter erweitert werden soll. Legt man einen realistischen Verkaufspreis von 1.000 Euro je Quadratmeter zugrunde, ergibt sich ein potenzieller Verkaufswert dieses Portfolios von 6,0 Millionen Euro. Darüber hinaus verfügt die schuldenfreie Gesellschaft über liquide Mittel von 3,2 Millionen Euro, sowie einen Verlustvortrag in Höhe von 3,1 Millionen Euro.

Ehrgeizige Expansionspläne

Erworben werden die Objekte in Blöcken von zehn bis zwölf Wohnungen, vornehmlich im Rahmen von Zwangsversteigerungen mit einem kräftigen Abschlag auf den tatsächlichen Verkehrswert. In den kommenden Monaten will das Management kräftig investieren. Der Businessplan sieht eine Aufstockung des Bestandes auf 28.000 Quadratmeter bis Ende 2006 und ein 2006er-Ergebnis je Aktie von 0,20 Euro vor. Beim aktuellen Börsenkurs von 1,30 Euro würde dies einem 2006er-KGV von unter 7 entsprechen. Von den 7,5 Millionen RCM-Aktien befinden sich derzeit noch 4,2 Millionen Stück in Händen der Muttergesellschaft SM Wirtschaftsberatung, die auch mittelfristig mindestens 50,1 Prozent der Anteile halten will. Spätestens ab 2008 sollen zwei Drittel der RCM-Gewinne an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.

Kaufen bis 1,40 Euro

Immobilienaktien sind derzeit angesagt, was auch auf die mögliche Einführung von Real Estate Investment Trusts, so genannten REITs, in Deutschland zurückzuführen ist. Für die schuldenfreie RCM spricht in erster Linie die im Branchenvergleich sehr günstige Bewertung, wenn die genannten ehrgeizigen Ziele erreicht werden.

Artikel aus DER AKTIONÄR 25/05

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV