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- DER AKTIONÄR

Blendendes Zahlenwerk

Die Firmenlenker der Allianz können optimistisch in die Zukunft blicken. Der Nettogewinn des Konzerns stieg im abgelaufenen Quartal stärker als erwartet, die Restrukturierung des Unternehmens zeigt bereits Wirkung - und die Allianz erhöht nach den guten Quartalszahlen ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. Die Aktie hat daher auf Sicht von 12 Monate ein Potenzial bis in den Bereich von 165 bis 170 Euro.

Die Firmenlenker der Allianz können optimistisch in die Zukunft blicken. Der Nettogewinn des Konzerns stieg im abgelaufenen Quartal stärker als erwartet, die Restrukturierung des Unternehmens zeigt bereits Wirkung - und die Allianz erhöht nach den guten Quartalszahlen ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. Die Aktie hat daher auf Sicht von 12 Monate ein Potenzial bis in den Bereich von 165 bis 170 Euro.

Die Geschäfte bei der Allianz laufen derzeit wie geschmiert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz von 23,7 auf 24,1 Milliarden Euro. Der Überschuss kletterte dabei auf rund 2,3 Milliarden Euro, ein Plus von 64 Prozent. Dies teilte das Münchner Unternehmen am Donnerstagabend auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Analysten hatten mit einem weitaus geringerem Anstieg des Nettoergebnisses gerechnet. Laut Allianz sind im Nettoergebnis bereits die Kosten für den Umbau des deutschen Versicherungsgeschäfts enthalten, in dessen Rahmen 5000 Stellen wegfallen sollen.

Wegen der positiven Geschäftsentwicklung über alle operativen Segmente hinweg erwartet der Konzern für 2006 ein höheres Ergebnis, sagte Allianz-Vorstand Helmut Perlet in einer Pressemitteilung. Für das Gesamtjahr geht der Konzern von einem operativen Gewinn von über neun Milliarden Euro und einem Jahresüberschuss zwischen 5,5 und sechs Milliarden Euro aus.

Auf dem Sprung

Die Allianz hat ihre Aktivitäten in Zentral- und Osteuropa in einer Holding mit Sitz in Wien gebündelt. Ziel der Holding Allianz New Europe ist es, die Konzernstruktur zu vereinfachen und für den weiteren Geschäftsausbau in Osteuropa zu rüsten. Mit einem jährlichen Umsatzwachstum von durchschnittlich 22,5 Prozent haben sich die Osteuropatöchter zuletzt hervorragend entwickelt. Mit 2,7 Milliarden Euro an Versicherungsprämien ist die Allianz in Osteuropa größter ausländischer Versicherer. Mehr Geschäft macht nur die polnischen staatlichen Versicherung PZU. Mittelfristig peilt die Allianz ein Geschäftsvolumen von 5 Milliarden Euro an. Hohe Wachstumsraten verspricht sich der Allianz-Vorstand ferner vom Geschäft mit Pensionsfonds. In ausgewählten Ländern plant die Allianz zudem, selbst ins Bankgeschäft einzusteigen.

Dresdner Bank enttäuscht

Belastet wird der Konzern durch die Dresdner Bank. Die Allianz-Tochter hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten deutlich verfehlt. So verzeichnete das Bankgeschäft des Allfinanzkonzerns, von April bis Juni im Vorjahresvergleich einen Rückgang des Nettoergebnisses auf 162 Millionen von 252 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs auf 394 Millionen Euro prognostiziert.

Fazit

Trotz der negativen Zahlen der Dresdner Bank ist der Allianz-Konzern gut für die Zukunft gerüstet. Der Umbau des Konzerns schreitet zügig voran. Neue Märkte mit großem Wachstumspotenzial sind bereits im Visier der Münchener. Das aktuelle Zahlenwerk und die erhöhte Prognose überzeugte die Analysten. Dazu kommt, dass der Titel mit einem KGV von 9 günstig bewertet ist. Die Aktie hat daher auf Sicht von 12 Monate ein Potenzial bis in den Bereich von 165 bis 170 Euro.

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