DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Update: Black Friday - DAX-Ausverkauf wegen Spanien?

Mangels Vorgaben aus den USA und Japan hat sich der DAX am "Black Friday" zunächst gut gehalten. Im Fokus stehen insbesondere die Verhandlungen zum Brexit, nachdem am späten Donnerstag ein Vertragsentwurf zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union erzielt worden war. Doch neues Ungemach droht aus Spanien: Möglicherweise stimmen die Iberer gegen den Brexit-Deal. Das wäre fatal. 

Deal or no Deal

Die Vereinbarung am Vortag zwischen der EU und der britischen Regierung folgt einem Vertrag von letzter Woche, der die Bedingungen für den Austritt Großbritanniens aus der EU im März 2019 festlegt. Die britische Regierung steht aber weiter vor der schwierigen Aufgabe, den Brexit-Deal durch das Parlament zu bringen, wobei die Regierung in seiner derzeitigen Form tief gespalten ist.

Eventuell scheitert der Deal aber auch an Spanien, denn es gibt Streit zwischen Spanien und Großbritannien über das britische Überseegebiet Gibraltar. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf Twitter: "Nach meinem Gespräch mit Theresa May liegen unsere Positionen weiter weit auseinander. Meine Regierung wird immer die Interessen Spaniens verteidigen. Wenn es keine Änderungen gibt, werden wir gegen den Brexit Veto einlegen."

Risiken bleiben dominant

Unterdessen belasten viele Gewinnwarnungen von Seiten der Unternehmen, die anhaltenden Sorgen wegen des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits sowie die nachlassenden globalen Investitionen weiterhin die Märkte. Es wird also weiter verdammt schwer, eine richtige Weihnachtsrallye zu starten.

Voraussetzung für steigende Kurse ist zunächst einmal eine Verteidigung der 11.000-Punkte-Marke. Sollte die nämlich unterschritten werden, ist ein deutlicher Abverkauf sehr wahrscheinlich. Ferner sollte der DAX zeitnah die Marke von 11.200 zurückerobern und Kurs auf den Widerstandsbereich zwischen 11.400 und 11.500 nehmen.

DER AKTIONÄR ist seit Mittwoch long im DAX. Der Schein mit der WKN DGH3DE wurde bei 9,15 Euro gekauft, der Stoppkurs bei 7,95 Euro platziert. Den gilt es zu beachten.

 

 

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