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- DER AKTIONÄR

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Wenn innerhalb kurzer Zeit die beiden einzigen Anbieter von digitalen Karten für die Satellitennavigation übernommen werden, sollten Anleger hellhörig werden. Nokia macht es vor: Der Markt für mobile Navigation steht vor einem Wachstumsschub und SiRF Technology zeigt den Weg.

Nokia macht es vor: Der Markt für mobile Navigation steht vor einem Wachstumsschub und SiRF Technology zeigt den Weg.

Wenn innerhalb kurzer Zeit die beiden einzigen Anbieter von digitalen Karten für die Satellitennavigation übernommen werden, sollten Anleger hellhörig werden. TomTom lässt sich die Übernahme von Tele Atlas zwei Milliarden Euro, Nokia die des US-Konkurrenten Navtec sogar 5,8 Milliarden Euro kosten. Navteq ist somit die größte Übernahme, die der finnische Mobilfunkanbieter jemals getätigt hat. Ein bedeutenderes Signal dafür, dass sich das Wachstum im Markt für mobile Navigation beschleunigen wird, gibt es wohl nicht. Der Markt ist "reif" und damit auch die Zeit, sich nach weiteren Profiteuren umzusehen. Einer der größten ist die im kalifornischen San Jose ansässige SiRF Technology.

Immer empfangsbereit

SiRF ist einer der weltweit führenden Hersteller von GPS-Chips und genießt vor allem dank seines SiRFstarIII-Chipsatzes hohes Ansehen. Wenn das GPS-Signal zum Beispiel zwischen Hochhäusern schwach ist, funktioniert das SiRFstarIII-Modul trotzdem tadellos. Führende Navigationsgeräte-Hersteller wie Garmin oder TomTom setzen daher auf die Technologie der Kalifornier. Navigation gilt im Auto zwar als "nice to have", als Massenanwendung kann man es jedoch noch nicht bezeichnen. Das starke Engagement von Nokia in diesem Markt lässt jedoch das Potenzial erahnen.

Milliardenmarkt

Die Navigationsfunktion könnte bei Handys ebenso zu einem Standard-Feature werden wie Kamera oder MP3-Player. Da dafür auch entsprechende GPS-Chips nötig sind, eröffnet sich für SiRF in den nächsten Jahren ein riesiges Marktpotenzial. Bei rund einer Milliarde Handys, die weltweit pro Jahr verkauft werden und Modulpreisen von zehn bis 20 Dollar liegt das Marktvolumen allein im Handy-Sektor im Bereich von zehn bis 20 Milliarden Dollar. SiRF setzt dieses Jahr schätzungsweise 323 Millionen Dollar um und erzielt damit einen Gewinn von 0,92 Dollar je Aktie. Für 2008 ist bei Umsatz und Gewinn ein Wachstum von 35 Prozent zu erwarten, wobei sich angesichts der guten Perspektiven mittelfristig noch höhere Steigerungsraten erzielen lassen.

Fazit

SiRF Technology ist aktuell mit einem 2008er-KGV von 19 bewertet. Der Trend zur Navigationsanwendung im Handy und die stattlichen Wachstumsraten sind damit im Kurs jedoch nicht annähernd berücksichtigt. Mit dem Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends hat die Aktie ein charttechnisches Kaufsignal generiert. Der Richtungsangabe sollten spekulative Anleger folgen. Zieleingabe im "Kurs-Navi": 40 Dollar.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 42/2007.

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