- Nikolas Kessler - Redakteur

Bitcoin stabil - nächster Widerstand im Fokus

Der Kryptomarkt präsentiert sich am Freitagmorgen durchwachsen. In den Top 10 nach Marktkapitalisierung finden sich nach dem kollektiven Kursanstieg zur Wochenmitte fast ausschließlich Verlierer, auf Wochensicht notieren sie aber allesamt noch im Plus.

Der Bitcoin kann sich dem kurzfristigen Rücksetzer entziehen und auf Sicht von 24 Stunden rund eineinhalb Prozent zulegen. Nach dem Kurssprung am Dienstag geht es damit weiterhin auf hohem Niveau seitwärts. Wir spekulieren darauf, dass der Bitcoin schon bald wieder Gas gibt und die Marke von 8.000 Dollar ins Visier nimmt. Die charttechnischen Voraussetzungen dafür sind gut, auf dem Weg dorthin gilt es jedoch zunächst den Widerstand im Bereich von 7.700 Dollar zu knacken.

Krypto-Bulle Novogratz bleibt zuversichtlich

Ex-Goldman-Sachs-Partner und Krypto-Investor Mike Novogratz hat sich bei einer Konferenz in Südkorea optimistisch geäußert, dass „innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre“ viele Institutionen in den Markt eintreten werden. Bis die Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie tatsächlich im Alltag der breiten Masse ankommen, werde es aber noch fünf bis sechs Jahre dauern.

Damit institutionelle Investoren in den Kryptomarkt eintreten und den Weg für eine Massenadoption ebnen können, brauche es sichere Infrastruktur sowie klare Regeln von Seiten der Regierungen. Insgesamt ist bei traditionellen (Finanz-) Unternehmen aber weiterhin ein wachsendes Interesse an der Materie zu erkennen. Hier einige aktuelle Beispiele:

Die britische Großbank Barclays hat in den USA zwei Patentanträge für Technologien mit Bezug zur Blockchain und Digitalwährungen eingereicht. Dabei geht es um eine Blockchain-Plattform zum digitalen Kapital-Transfer sowie Möglichkeiten zur Speicherung von Kundendaten aus dem Legitimationsprozess („know-your-customer“) auf einer privaten Blockchain. 

Auch die US-Bank JPMorgan hat ein Patent für ein Blockchchain-basiertes Verwaltungssystem für virtuelle Belege beantragt – und das, obwohl CEO Jamie Dimon als harter Krypto-Kritiker gilt und Kryptowährungen in der Vergangenheit als „wertlos“ bezeichnet hat.

Große Versicherer wie die Allianz, AIG oder XL Group wittern im Kryptomarkt ebenfalls neue Betätigungsfelder und erweitern ihr Produktportfolio entsprechend – beispielsweise um Policen, mit denen sich Betreiber von Kryptobörsen gegen Verlust und Diebstahl von Coins absichern können. Cristian Weishuber von der Allianz bezeichnete Versicherungen für die Lagerung von Kryptowährungen gegenüber Bloomberg als „große Chance“ für sein Unternehmen.

Die Börse von Malta treibt derweil ihr Engagement im Bereich Security-Token weiter voran: Der neugegründete Fintech-Arm MSX hat mehrere Verträge mit Unternehmen aus dem Krypto-Space unterzeichnet, deren Ziel der Aufbau eines Handelsplatzes für Wertpapiere in Token-Form ist. So soll mit dem Berliner Start-up Neufund eine Plattform für die Ausgabe solche Security-Token entwickelt werden. In Kooperation mit der jüngst nach Malta umgesiedelten Kryptobörse OKEx soll zudem eine Plattform für den sicheren Handel mit Security-Token entstehen. Das gemeinsame Projekt trägt den Namen OKMSX und soll im ersten Quartal 2019 startklar sein.

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Hinweis auf potenzielle Interessen­konflikte gemäß §34b WpHG:

Autor Nikolas Keßler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin. Herausgeber Bernd Förtsch hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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