Bitcoin
- Marco Bernegg

Bitcoin ist nicht (klinisch) tot

Der Krypto-Markt befindet sich in der Krise. Nachdem der Bitcoin-Kurs Mitte November die enge Seitwärtsrange mit erhöhtem Volumen nach unten durchbrochen hat, büßte der Bitcoin bis heute um knapp 50 Prozent an Wert ein und selbst die ursprünglich größten Enthusiasten fangen vereinzelt an, skeptisch zu werden. 

In der Medienlandschaft häufen sich derweil die Todesanzeigen des Bitcoin. So stand beispielsweise vor wenigen Tagen in der Süddeutschen Zeitung ein Kommentar mit dem Titel „Bitcoin ist klinisch tot“. Untermauert wird die Behauptung mit nicht gehaltenen Versprechungen der Krypto-Szene. Dass der Bitcoin nach so kurzer Zeit Euro, Dollar und Yen ersetzen wird, kann jedoch bestenfalls als Hoffnung und weniger als Versprechen angesehen werden. Die Technologie steckt nach wie vor in den Kinderschuhen und es bleibt weiterhin offen, welcher Ansatz sich letztendlich durchsetzen wird. 

Ob der Bitcoin nun klinisch tot ist oder lediglich ein weiterer Krypto-Winter bevorsteht, kann wohl niemand mit Sicherheit beantworten. Fakt ist, dass es nicht der erste große Einsturz ist und bisher folgte auf jeden Crash eine lange Phase der Lethargie mit anschließender Kurs-Rallye.

Für einen Neu-Einstieg bei den aktuell vermeintlichen Schnäppchen-Preisen ist es aber noch deutlich zu früh. Nach wie vor belasten zahlreiche Unsicherheitsfaktoren den Bitcoin und könnten den Kurs weiter nach unten drücken. Charttechnisch liegt die Marke von 3.000 US-Dollar im Fokus, hier verläuft eine starke Unterstützungszone von Mitte 2017.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Bitcoin & Co: Tot oder lebendig?

Die Berichte über meinen Tod sind stark übertrieben." Dieses berühmte Zitat wird dem US-Schriftsteller Mark Twain zugeschrieben, trifft aber auch beim Bitcoin zu: Nur zu gern erklären Kritiker die Idee eines dezentralen, digitalen Zahlungsmittels für gescheitert, den Bitcoin für tot. Allein im … mehr
| Marco Bernegg | 0 Kommentare

Die Institutionalisierung des Bitcoin

Institutionalisierung: ein langes Wort, wovon sich Krypto-Anleger im Jahr 2018 viel erhofft haben. Durch den Start des Future-Handels an der CME und CBOE im Dezember 2017 sollte das Kapital der institutionellen Investoren in den Krypto-Markt fließen und so die Kurse in neue Höhen befördern. mehr
| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Bitcoin & Co: Kater von der Weihnachtsparty

Nachdem die Erholungsrallye beim Bitcoin und vielen anderen Coins pünktlich zu Weihnachten ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat, ging es über die Feiertage zunächst wieder bergab. Auch am Donnerstag dominieren am Gesamtmarkt die negativen Vorzeichen, der Bitcoin hält sich dabei jedoch … mehr