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- Nikolas Kessler - Redakteur

Bitcoin-ETFs: SEC lehnt neun Anträge ab

Die US-Börsenaufsicht SEC hat am Mittwoch weitere Anträge auf Zulassung von Bitcoin-ETFs abgeschmettert. Für die meisten Kryptowährungen geht es daraufhin wieder bergab.

Die Behörde hat am Mittwoch insgesamt neun Zulassungsanträge für Bitcoin-ETFs abgelehnt, darunter zwei Anträge des ETF-Spezialisten ProShares in Kooperation mit der New York Stock Exchange (NYSE). Ebenfalls abgelehnt wurde zwei Anträge von GraniteShares und fünf gehebelte Bitcoin ETFs des Finanzdienstleisters Direxion – die Entscheidung über letztere hatte die SEC Ende Juli zunächst vertagt.

Zur Begründung erklärten die US-Börsenaufseher unter anderem, dass die Bewerber die Regularien zum Schutz vor Betrug und Marktmanipulation nicht ausreichend erfüllt hätten. Die Frage, ob Bitcoin und die zugrundeliegende Blockchain-Technologie einen Wert oder Nutzen als Innovation oder Investment hat, habe bei der Entscheidung keine Rolle gespielt, betonte die Behörde.

Nächste Entscheidung bis Ende September

Mit Spannung erwartet wird nun die Entscheidung über einen Antrag von VanEck und SolidX. Auch hier hatte die SEC eine Entscheidung Anfang August zunächst vertagt. Anders als den nun abgelehnten ETFs soll diesem kein Futures-basierter Fonds, sondern ein Korb mit „physischen“ Bitcoin und anderen Kryptowährungen zugrunde liegen. Eine Entscheidung über diesen ETF-Vorschlag wird bis zum 30. September erwartet. Knackpunkt wird bei diesem Produkt die Frage nach der sicheren Verwahrung der Krypto-Bestände sein.

Während innerhalb der Krypto-Community über Sinn und Unsinn solcher Produkte diskutiert wird, hätten Bitcoin- oder Krypto-ETFs speziell aus Investorensicht durchaus Vorteile: Der Handel würde dadurch vereinfacht und aus einem weitgehend unregulierten Umfeld in einen regulierten, liquiden Markt überführt. Bitcoin & Co würden dadurch für einen größeren Kreis an privaten und institutionellen Investoren attraktiv, was wiederum für Mittelzuflüsse in den Kryptomarkt sorgen würde.

Bitcoin & Co weiter auf Richtungssuche

Nach den Äußerungen des SEC ist der Krypto-Markt erneut unter Druck geraten. Nach einer kurzen Erholung am Vortag dominieren nun wieder ganz klar die Minuszeichen. Der Bitcoin als Nummer 1 kann sich der Talfahrt nicht entziehen und verliert rund dreieinhalb Prozent. In der Nacht auf Mittwoch hatte er kurzzeitig die Marke von 6.800 Dollar überwunden, konnte dieses Niveau aber nicht halten und musste die Gewinne inzwischen wieder vollständig abgeben. Die mittelfristige Seitwärtsbewegung in der Range zwischen 6.300 und 6.600 Dollar setzt sich damit fort.

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Autor Nikolas Keßler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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