Bitcoin
- Marco Bernegg

Bitcoin, Microsoft, Starbucks und die Wall Street - Ein ungleiches Team

Der Bitcoin präsentierte sich am Wochenende wieder schwächer und kämpft aktuell mit der 7.000-Dollar-Marke. Doch eigentlich ging es am Freitag ganz gut los. 

Die Intercontinental Exchange (ICE) gab in einer Pressemitteilung bekannt, eine integrierte Plattform namens Bakkt für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Die Vision ist ein „offenes und reguliertes, globales Ökosystem für digitale Assets“ zu schaffen, das den nahtlosen Handel für private und institutionelle Investoren ermöglicht.

Der Betreiber der New York Stock Exchange und 22 weiteren Börsen ICE hat sich dabei namhafte Partner ins Boot geholt. Das Netzwerk wird über die Cloud von Microsoft laufen. Zudem sind auch Starbucks und die Boston Consulting Group mit involviert. 

Laut Pressemitteilung werden sich die ersten Anwendungsfälle von Bakkt auf das Trading mit dem Bitcoin beziehen, da dieser die Kryptowährung mit der höchsten Liquidität ist. Weitere Informationen werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Verwirrung um Starbucks

Entgegen zahlreicher Medienberichte stimmt es jedoch nicht, dass der Kaffee zukünftig mit Bitcoins bei Starbucks bezahlt werden kann. Überschriften wie die von CNBC ("Neue Starbucks-Partnerschaft mit Microsoft erlaubt es Kunden ihren Frappucino mit Bitcoins zu bezahlen") wurden gerne aufgegriffen. Heute dementierte ein Sprecher gegenüber Motherboard die Gerüchte: "Es ist wichtig zu klären, dass wir bei Starbucks keine digitalen Assets akzeptieren.

Vielmehr wird die Börse digitale Werte wie Bitcoin in US-Dollar umwandeln, die bei Starbucks verwendet werden können." Starbucks' Rolle in der Partnerschaft als Haupteinzelhändler besteht also darin, Anwendungen für diesen Zweck zu betreuen und zu entwickeln. Eine Hintertür ließ man sich aber offen: "Wir werden jedoch weiterhin mit Kunden und Regulierungsbehörden sprechen, wenn sich der Raum weiter entwickelt."

Nichtsdestotrotz

Obwohl es dem Bitcoin-Kurs weiter an Schwung fehlt, ist dies eine super Neuigkeit. Es ist wichtig, Großinvestoren den Weg in den Krypto-Markt zu vereinfachen und die Risiken zu minimieren. Mit der ICE, Microsoft, Starbucks und der Boston Consulting Group arbeiten nun vier weitere globale Konzerne an diesem Ziel. 

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Marco Bernegg | 0 Kommentare

Die Institutionalisierung des Bitcoin

Institutionalisierung: ein langes Wort, wovon sich Krypto-Anleger im Jahr 2018 viel erhofft haben. Durch den Start des Future-Handels an der CME und CBOE im Dezember 2017 sollte das Kapital der institutionellen Investoren in den Krypto-Markt fließen und so die Kurse in neue Höhen befördern. mehr
| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Bitcoin & Co: Kater von der Weihnachtsparty

Nachdem die Erholungsrallye beim Bitcoin und vielen anderen Coins pünktlich zu Weihnachten ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat, ging es über die Feiertage zunächst wieder bergab. Auch am Donnerstag dominieren am Gesamtmarkt die negativen Vorzeichen, der Bitcoin hält sich dabei jedoch … mehr
| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

Bitcoin & Co: Jahresendrallye!

Für den Bitcoin war 2018 ein Jahr zum Vergessen. Nach der 2.000-Prozent-Rallye in der zweiten Jahreshälfte 2017 ging es in diesem Jahr wieder um über 70 Prozent bergab. Kurz vor dem Jahresende bemüht sich der Kryptomarkt um Schadensbegrenzung und gibt noch einmal kräftig Gas. mehr