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- Nikolas Kessler - Redakteur

Bitcoin & Co stabil – trotz Exchange-Hack in Japan

Vom Kryptomarkt kommen am Donnerstag gemischte Signale. Gewinner und Verlierer halten sich in etwa die Waage, unter den Top-Coins nach Marktkapitalisierung finden sich keine großen Ausreißer nach oben oder unten. Nachdem es zu Wochenbeginn für viele Coins und Token spürbar nach unten gegangen war, liegt der Fokus nun auf einer Stabilisierung der Lage.

Neuer Hackerangriff in Japan

Dass in Japan erneut eine Kryptobörse gehackt wurde, kann die Stimmung zunächst nicht nachhaltig drücken. Bei einem Angriff auf die Exchange Zaif am 14. September sollen Cyberkriminelle Kryptowährungen im Wert von umgerechnet rund 59 Millionen Dollar erbeutet haben. Nach Angaben des Börsenbetreibers Tech Bureau sei jedoch erst am 17. September ein Serverfehler bemerkt worden, der sich tags darauf als Hack entpuppt habe und bei den japanischen Finanzbehörden angezeigt worden sei.

Gestohlen wurden fast 6.000 Bitcoins sowie einige Einheiten Bitcoin Cash und MonaCoin. Betroffen seien sowohl Hot Wallets der Kunden, als auch unternehmenseigene Assets. Tech Bureau hat angekündigt, die betroffenen Kunden zu entschädigen. Bereits im Februar hatte Zaif für Schlagzeilen gesorgt: Wegen einer „Systempanne“ war einigen Nutzern kurzzeitig möglich gewesen, Bitcoin zu einem Kurs von null Yen zu handeln.

Moderate Kursbewegungen

Der Bitcoin hatte zu Wochenbeginn die Unterstützungszone im Bereich zwischen 6.200 und 6.300 Dollar erfolgreich getestet und notiert am Donnerstagvormittag mit einem Plus von rund einem Prozent wieder oberhalb von 6.400 Dollar. Kurzfristiges Wunschszenario ist weiterhin ein Ausbruch aus der charttechnischen Dreiecksformation bestehend aus dem langfristigen Abwärtstrend (aktuell bei rund 7.360 Dollar) und der horizontalen Unterstützung im Bereich von 6.000 Dollar – sowie entsprechende Anschlussgewinne nach diesem Kaufsignal.

Ethereum verliert rund ein Prozent, kann sich jedoch klar oberhalb der Marke von 200 Dollar halten. Zwar präsentiert sich das Chartbild damit weiterhin trüb, nach der heftigen Talfahrt samt neuem 12-Monats-Tief bei rund 170 Dollar in der Vorwoche ist jedoch bereits die Stabilisierung als Erfolg zu werten.

Auch Ripple auf Rang 3 verliert moderat, hatte in den letzten Tagen jedoch mit relativer Stärke geglänzt. Seit Wochenbeginn ist der XRP-Token in der Spitze um rund 20 Prozent nach oben geklettert. Hintergrund für den Kurssprung war die Äußerung eines Managers bei CNBC, wonach der Token-basierte Zahlungsdienst xRapid „innerhalb des nächsten Monats“ in einer kommerziell nutzbaren Version an den Start gehen soll. Anders als der bereits in Betrieb befindliche Dienst xCurrent nutzt xRapid tatsächlich den XRP-Token, um grenzüberscheitende Überweisungen schneller und günstiger zu machen.

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Autor Nikolas Keßler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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