Morphosys
- Marion Schlegel - Redakteurin

Biotech-Aktien: Sorgen vor US-Präsidentschaftswahlen – zu recht?

Der US-Biotech-Sektor kommt in diesem Jahr bislang nicht wirklich in die Gänge. Schien es im September noch so, als könnte die Branche zu einer Erholung ansetzen, mussten die Werte zuletzt jedoch wieder größere Einbußen hinnehmen. Der Nasdaq Biotech Index hat seitdem wieder rund 400 Punkte verloren und kämpft derzeit mit der wichtigen Unterstützung bei 2.800 Zählern. Ein Grund für die erneute Unsicherheit sind die US-Präsidentschaftswahlen. Anleger stellen einige Positionen in der Sorge um Einschnitte im Gesundheitssektor lieber im Vorfeld glatt. Was sagen Branchen-Insider dazu?

Morphosys und BB Biotech zuversichtlich

Jens Holstein, Finanzvorstand der deutschen Morphosys AG, erklärte hierzu jüngst im Interview mit dem AKTIONÄR: „Einige Anleger werden vor den US-Wahlen sicherlich noch abwartend reagieren. Ich erwarte von den US-Wahlen keine langfristig negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Sektors. Selbst wenn in den USA schärfere Kostenkontrollen für die Pharmaindustrie kommen sollten, bin ich fest davon überzeugt, dass innovative Arzneimittel, die einen hohen medizinischen Bedarf adressieren und auch einen Mehrwert gegenüber den bestehenden Wirkstoffen erzielen, weiterhin ausreichend erstattet werden. Morphosys ist mit seinen Wirkstoffen gegen Krebs und Autoimmunerkrankungen genau in diesem Feld aktiv.“

Und auch BB Biotech hat Entwarnung gegeben. Das Unternehmen erklärte im Rahmen des Quartalsberichts: „Life-Science-Investoren konzentrierten sich weiterhin auf die US-Präsidentschaftswahlen vom 8. November 2016 und interpretierten jegliche Signale für einen Politikwechsel beider Präsidentschaftskandidaten in Bezug auf die Gesundheitsindustrie. Die Diskussion zu diesem Thema wurde angefacht durch Untersuchungen zu den aggressiven Preiserhöhungen für Mylans EpiPen, der bereits seit Jahren auf dem Markt ist. Diskussionen um EpiPen, obwohl kein Produkt der modernen Biotechnologie, schürten unter Anlegern Ängste über die künftige Einführung von Preiskontrollmechanismen in den USA. Deren Ausgestaltung sollten in den Augen von BB Biotech moderat ausfallen und dürften weder Investitionen in innovative Medikamente noch deren Wert beeinträchtigen. Innovationen gelten nach wie vor als stärkstes Argument für eine attraktive Preisgestaltung. Unternehmen, die fortschrittliche Biotech-Produkte entwickeln und gesundheitsökonomische Aspekte berücksichtigen, werden davon weiterhin profitieren.“


 

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