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Biopetrol - Alles Super?

Mit der Schweizer Biopetrol Industries ist nach EOP der zweite Biodiesel- Hersteller an der Frankfurter Börse notiert. DER AKTIONÄR hat den Newcomer für Sie genauer unter die Lupe genommen.

Mit der Schweizer Biopetrol Industries ist nach EOP der zweite Biodiesel- Hersteller an der Frankfurter Börse notiert. DER AKTIONÄR hat den Newcomer für Sie genauer unter die Lupe genommen.

Von Michael Lang

Der im Oktober gestartete Entry Standard hat seit dem 21. November ein neues Schwergewicht: Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 300 Millionen Euro stellt die Schweizer Biopetrol Industries AG die übrigen Werte des neuen Börsensegmentes weit in den Schatten.

Ehrgeizige Ziele

Derzeit produziert die im schweizerischen Zug ansässige Gesellschaft am brandenburgischen Standort Schwarzheide rund 150.000 Tonnen Biodiesel sowie 30.000 Tonnen Pharmaglycerin. Bis zum Jahr 2008 sollen die Kapazitäten auf rund 750.000 Tonnen Biodiesel sowie 70.000 Tonnen Pharmaglycerin ausgeweitet werden. Neben dem zweiten Standort Rostock, der sich bereits im Aufbau befindet, sind zwei weitere Werke geplant. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei rund 90 Millionen Euro, wobei neben dem Emissionserlös in Höhe von 57,4 Millionen Euro ab 2007 der Cashflow zur Finanzierung des angepeilten Wachstums beitragen soll.

Bis 2008 wollen die Schweizer die Umsätze von 83 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr auf über 300 Millionen Euro steigern. Gleichzeitig soll das EBIT von fünf Millionen Euro auf mehr als 50 Millionen Euro regelrecht explodieren. Als Marktschwergewicht und überregionaler Partner der Mineralölindustrie würde Biopetrol von einer angepeilten Beimischungspflicht von Biokraftstoffen in der Bundesrepublik profitieren mehr als kleinere regionale Anbieter.

Ziel: Top 5

Biopetrol will in die Top 5 der europäischen Biodiesel-Hersteller aufsteigen. Bei einem Platzierungspreis von 8,20 Euro ist die Aktie mit einer Marktkapitalisierung von 303 Millionen Euro sicherlich kein Schnäppchen. Langfristig bietet das Papier dennoch Potenzial, wenn die angepeilten Wachstumsraten realisiert werden können.

Artikel aus DER AKTIONÄR (48/05).

 

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