Biofrontera
- Marion Schlegel - Redakteurin

Biofrontera nach der großen Rallye – jetzt droht Ungemach

Für die Aktionäre von Biofrontera könnte es derzeit eigentlich nicht besser laufen. Die Aktie kletterte derzeit von einem Mehrjahreshoch zum nächsten. Und auch die Voraussetzungen für immer bessere Geschäfte insbesondere in den USA sind bestens. Doch genau jetzt sorgt ein Brief von Wilhelm K.T. Zours, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Balaton AG, an den Aufsichtsratsvorsitzenden von Biofrontera sowie die Aktionäre der Biofrontera AG für Unruhe.

Er kritisiert darin beispielsweise das Vorgehen bei der derzeit laufenden Kapitalerhöhung: „Die Festlegung des Bezugspreises erst am Freitag, 9. Februar 2018, ist u.E. nicht gesetzeskonform. § 186 Abs. 2 AktG regelt, dass die Festlegung des Bezugspreises spätestens „3 Tage vor Ablauf der Bezugsfrist“ zu erfolgen hat, und hat dabei den Fall im Auge, dass die Gesellschaft selbst die Kapitalerhöhung durchführt und der Aktionär somit nach Festlegung des Bezugspreises für die Entscheidung über die Ausübung seiner Bezugsrechte noch 3 Tage Zeit hat…".

Im Schreiben des Vorstands der Biofrontera AG an die Aktionäre der Gesellschaft vom 1. Februar 2018 kündigt der Vorstand unter der Überschrift „Wann wird der Bezugspreis festgelegt?“ bereits an, dass er erst am 9. Februar 2018 den Bezugspreis möglichst marktnah festlegen möchte („Diese Flexibilität wollen wir nutzen.“). Gerade angesichts einer scheunentorbreiten Spanne von 4,00 Euro bis 6,00 Euro ist dies nicht zu lässig, sondern rechts- und sittenwidrig.“ Zudem kritisiert er unter anderem das Vorgehen mit Maruho und fordert außerdem die Entlassung des Finanzvorstands der Biofrontera AG sowie die Ernennung von Christoph Dünwald zum Vorstandsvorsitzenden.

Die Biofrontera-Aktie zeigt sich hiervon bislang unbeeindruckt. Nach der Korrektur in den vergangenen Tagen, die auch der allgemeinen Marktschwäche geschuldet war, kann das Papier heute bereits wieder mehr als fünf Prozent zulegen. DER AKTIONÄR ist der Ansicht, dass der Vorstoß von Herrn Zours aber durchaus demnächst deutliche Spuren im Aktienkurs von Biofrontera und auch im Prozess der Kapitalerhöhung hinterlassen könnte. An den langfristig hervorragenden Aussichten bei Biofrontera ändert dies jedoch nichts.

 

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