Biofrontera
- Marion Schlegel - Redakteurin

Biofrontera: Das können Anleger bei der Biotech-Aktie 2017 und 2018 erwarten

Biofrontera hat die Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr veröffentlicht. Der Umsatz kletterte um 48 Prozent auf 6,1 Millionen Euro. In den USA wurde nach der Produkteinführung von Ameluz und BF-RhodoLED im Oktober 2016 im vierten Quartal ein Umsatz von 1,1 Millionen Euro erzielt, der damit im Rahmen der Erwartungen der Gesellschaft lag. In Deutschland wurde ein Umsatz von 2,5 Millionen Euro erzielt, im Vorjahr wurden hier 3,0 Millionen Euro erreicht. Der Rückgang war vor allem bedingt durch stärkeren Wettbewerb nach der Markteinführung eines Produktes für die Tageslicht-PDT. Umsätze in anderen europäischen Ländern lagen insgesamt bei 1,2 Millionen Euro und damit 20 Prozent höher als im Vorjahr. Das Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern lag bei minus 10,6 Millionen Euro im Vergleich zu minus 11,2 im Vorjahr. Die liquiden Mittel beliefen sich per Ende Dezember 2016 auf 15,1 Millionen Euro. Darüber hinaus konnte Biofrontera im Januar dieses Jahres 49.990 Wandelschuldverschreibungen mit einem Nominalwert von je 100 Euro platzieren und damit Erlöse von 5,0 Millionen Euro erzielen.

Kommerzialisierung in USA

Der offizielle Verkaufsstart von Ameluz und BF-RhodoLED zur Behandlung von aktinischen Keratosen erfolgte im Oktober 2016, nachdem die FDA im Mai 2016 die Zulassung erteilt hatte. Nach einer positiven Markteinführung in verschiedenen Zielregionen in den USA hat Biofrontera seine Vertriebsanstrengungen auf die gesamten USA ausgedehnt. Die Vertriebsmannschaft wurde auf 26 Mitarbeiter erweitert, ein weiterer Aufbau soll im Laufe des Jahres 2017 erfolgen. Zur weiteren Unterstützung des Vertriebs erfolgte der Launch einer speziellen US-Homepage mit wichtigen und übersichtlichen Informationen über Ameluz sowohl für Patienten als auch Ärzte, einschließlich der kompletten Produktinformation, Ergebnissen der klinischen Studien, Behandlungsdarstellung der PDT mit Rotlicht sowie Bestell- und Abrechnungsinformationen. Seit dem Verkaufsstart hat Biofrontera seine Produkte bereits an sieben wesentlichen Dermatologiekongressen in den USA einer breiten Kundschaft präsentiert. Um die Präsenz der stark wachsenden Tochtergesellschaft in den USA besser managen zu können, wurde Randall Wilhoite zum Chief Operating Officer der US-Niederlassung ernannt. Randy wird sich vor allem um die administrativen und logistischen Belange im Zusammenhang mit Ameluz in den USA kümmern, so Biofrontera weiter. Er habe über 30 Jahre operative Erfahrung in der pharmazeutischen und in der Medizinprodukte-Industrie, wo er große Erfahrung in der Steuerung auch von multi-millionen Dollar Geschäften nachweisen kann.

Pläne für die kommenden Monate

Im laufenden Jahr wird die Gesellschaft an weiteren Zulassungserweiterungen arbeiten. Vor allem ist geplant, im zweiten Quartal einen Antrag bei der EMA zur Erweiterung der Zulassung von Ameluz zur Behandlung von aktinischen Keratosen mit Tageslicht-PDT einzureichen. Die Erteilung der Zulassungserweiterung wird im ersten Halbjahr 2018 erwartet. Die Erweiterung der Zulassung auf Tageslicht-PDT würde es Patienten erlauben, Ameluz bei AK-Läsionen selbst anzuwenden und damit die Anzahl und Dauer von Besuchen in den Arztpraxen deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus plant das Unternehmen, die Erweiterung der US-Zulassung auf BCC zu beantragen, und hat hierzu bei der FDA ein Treffen beantragt, das im zweiten Quartal 2017 stattfinden soll.

Die Aktie von Biofrontera bleibt ein interessantes Investment. Auch wenn das Papier nach Bekanntwerden der Zahlen wieder etwas ins Minus abgerutscht ist. Insgesamt fielen diese im Rahmen der Erwartungen aus. Anleger sollten hier Geduld mitbringen. Zur Absicherung empfiehlt sich die Platzierung eines Stopps bei 3,10 Euro.


 

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