ASUSTEK CO.GDR NEW REGS 5
- DER AKTIONÄR

Billiger geht‘s (n)immer

Was der iPod für Apple ist und die Wii für Nintendo könnte für Taiwans Asus das brandneue EeePC-Notebook werden - eine echte Geldmaschine.

Was der iPod für Apple ist und die Wii für Nintendo könnte für Taiwans Asus das brandneue EeePC-Notebook werden - eine echte Geldmaschine.

Das dritte Quartal stellt für die Computerbranche einen Wendepunkt in der Entwicklung dar: Erstmals wurden Marktforschern zufolge mehr Notebooks als Desktop-PCs verkauft. Wie IDC berichtete, erreichten die Verkäufe bei den mobilen Geräten 11,2 Millionen Stück gegenüber 10,7 Millionen Tischgeräten. Unangefochtener Marktführer im Notebookssegment ist der US-Konzern Hewlett-Packard mit einem Anteil von 20 Prozent. Erst an siebter Stelle - mit einem vergleichsweise geringen Marktanteil von 3,6 Prozent - rangiert das taiwanesische Unternehmen Asus. Knapp 800.000 Notebooks haben die Asiaten, die bislang vor allem für Motherboards und Grafikkarten bekannt waren, abgesetzt. Das erscheint nicht viel, jedoch belegt Asus bei den Zuwachsraten mit plus 72 Prozent den Spitzenplatz. Die Konzernführung hat schon vor Längerem begonnen, nach neuen Einnahmequellen Ausschau zu halten und das Notebooksegment ist eine Möglichkeit, sich breiter aufzustellen.

Ansturm auf Billig-Notebooks

Mit dem EeePC hat Asus hier einen besonders spitzen Pfeil im Köcher. Denn mit Preisen ab 250 Dollar (299 Euro in Deutschland) für die einfachste Variante mit vier Gigabyte Speicher, einem sieben Zoll großen Display, 500 Megabyte Arbeitsspeicher und vielfältigen WLAN-Möglichkeiten besitzt das Billig-Notebook genau die Gene, die einen Megaseller ausmachen. Experten glauben sogar, dass der EeePC wegen seines technischen Zuschnitts auf mobile Anwendungen zum Synonym für das mobile Internet werden könnte. So weit will man im Konzern zwar nicht gehen, aber das Management hat natürlich das riesige Interesse der Endkunden bemerkt. Beim Internethändler Amazon waren die Lagerbestände nach nur zwei Wochen ausverkauft. Jetzt wartet man auf Nachschub. Hierzulande wurde der Verkaufsstart mehrmals verschoben und dürfte nun nach Informationen von DER AKTIONÄR erst Ende Dezember beginnen.

Absatzzahlen revidiert

Ursprünglich sollten bis zum Jahresende 350.000 bis 400.000 EeePCs abgesetzt werden, aber Asus kommt derzeit mit der Produktion der Billig-Notebooks nicht hinterher. In den kommenden Monaten sollten die Fertigungsprobleme jedoch behoben werden können. Dann wären zwischen drei und vier Millionen verkaufte Eee PCs realistisch - pro Jahr.

Jetzt für 2008 positionieren!

Mit dem Eee PC hält Asus möglicherweise den nächsten "iPod" oder die nächste "Wii" in Händen. Das Interesse der Kunden ist riesig, spiegelt sich aber noch nicht in der Bewertung der Aktien wider. Mit einem 2008er-KGV von gerade einmal 10 und einem Umsatzvielfachen von deutlich unter 0,5 bieten die Papiere auf Sicht von zwölf Monaten noch Luft nach oben.

Asus, die Apple-Chance?

Asus

ISIN US04648R2094
Kurs am 07.01.2008 2,25€
Empfehlungskurs 1,90€
Ziel 2,50€
Stopp 1,55€
KGV 07/08e 11
Chance/Risiko 3/2

Artikel aus DER AKTIONÄR (52/07 - 01/08).


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