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Big Trouble im Big Easy?

Der Hurrikan Katrina droht eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA auszulösen. Der Ölpreis explodiert zeitweise auf über 70 Dollar, die europäischen Börsen reagieren mit Verlusten.

Der Hurrikan Katrina droht eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA auszulösen. Der Ölpreis explodiert zeitweise auf über 70 Dollar, die europäischen Börsen reagieren mit Verlusten.

Von Sebastian Grebe

Haben auch Sie sich gefragt, warum der Dax heute morgen kurzzeitig auf 4.726 Punkte rutschte und der Ölpreis zeitweise bei mehr 70 Dollar pro Barrel stand? Schuld daran war "Katrina", ein Wirbelsturm der Stufe Fünf, der in den nächsten Stunden auf die Küste von Louisiana treffen wird. Genauer gesagt auf New Orleans, "The Big Easy", eine Stadt, die unter dem Meeresspiegel liegt. Meteorologen rechneten bei Katrina mit Windgeschwindigkeiten von in der Spitze mehr als 300 Kilometern pro Stunde. Außerdem schiebt der Hurrikan eine sieben Meter hohe Flutwelle vor sich her. Das von der Katastrophe bedrohte New Orleans wurde bereits evakuiert, im Footballstadion ist eine Notunterkunft eingerichtet.

Mittlerweile wurde Katrina zwar auf Stufe Vier herabgestuft, nach Ansicht von Experten ist dennoch mit dem Schlimmsten zu rechnen. Auf ihrem Weg an die Küste Louisianas hat Katrina den Golf von Mexiko durchquert. Dort fällt rund ein Viertel der US-Ölfördermenge an. Viele Gesellschaften hatten im Vorfeld ihre Plattformen evakuiert, die Produktion brach um mehr als ein Drittel ein. Das führte zeitweise zu Panik unter den Investoren und neuen Rekordständen beim Ölpreis. Das Fass Rohöl kostete dabei stellenweise mehr als 70 Dollar.

Die Börsen in Europa haben sich allerdings von ihrem ersten Schock erholt, der Dax konnte einen Teil seiner Verluste wieder wettmachen. Auch die Aktien der Versicherungsunternehmen stehen nicht mehr unter so hohem Abgabedruck wie noch zu Handelsbeginn. Ein Grund könnte ein Kommentar des Analystenhauses Sal. Oppenheim sein. Die Investmentbank rechnet für die Versicherer mit "geringeren Schäden" als im Vorjahr.

 

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