BHP Billiton (London)
- Norbert Sesselmann - Redakteur

BHP Billiton: Gewinneinbruch

Der britisch-australische Bergbaukonzern BHP Billiton hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 35 Prozent weniger verdient. Die Experten hatten mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment im Rohstoffsektor.

Fallende Preise für Gas und Nickel haben dem weltgrößten Bergbaukonzern BHP Billiton einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der Überschuss sackte im Ende Juni ausgelaufenen Geschäftsjahr um 35 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar ab. Damit hielt er sich aber noch besser als von Analysten befürchtet. BHP hatte bereits zu Monatsbeginn Abschreibungen auf sein Gas- und Nickelgeschäft von 3,3 Milliarden Dollar angekündigt.

Vorstand verzichtet auf Bonus

Angesichts der unklaren Wirtschaftsaussichten überprüft der Konzern seinen Investitionsplan. BHP hat nach Angaben vom Mittwoch die Entscheidung verschoben, ob das wichtige Kupfer- und Uran-Großprojekt Olympic Dam vergrößert wird. Wegen der insgesamt enttäuschenden Entwicklung will Vorstandschef Marius Kloppers auf seinen Jahresbonus verzichten.

China schwächelt

Die angesichts der wachsenden Konjunktursorgen sinkenden Rohstoffpreise machen der gesamten Branche zu schaffen. In den vergangenen Wochen meldete Konkurrent Rio Tinto einen um mehr als ein Fünftel gesunkenen Gewinn im ersten Halbjahr, Xstrata verdiente sogar ein Drittel weniger. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss des Rohstoffhändlers Glencore sackte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 26 Prozent ab. Beobachter befürchten, dass die Branche nach Jahren des Booms vor einem Abschwung stehe. Dies liege vor allem an schwächeren Wachstumserwartungen in China.

Basisinvestment

BHP Billiton bleibt ein Basisinvestment im Rohstoffsektor. Langfristig können Anleger mit der Aktie nicht viel verkehrt machen. Die aktuelle Korrektur bietet eine gute Einstiegsgelegenheit. Etwas Nerven brauchen Anleger mit BHP aber schon: Unter hohen Schwankungen hat sich die Aktie in den letzten zehn Jahren versiebenfacht.

Mit Material von dpa-AFX

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