U.C.A. AG O.N.
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Die Konjunktur brummt und der Aktienmarkt befindet sich im Aufwind. Zwei Trends, von denen Beteiligungsgesellschaften profitieren. Zum einen, weil deren Portfolien im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs hohe Wertzuwächse verbuchen. Und zum anderen, weil die Börse inzwischen wieder problemlos als Exitkanal genutzt werden kann.

Aktien von Beteiligungsunternehmen wurden von Anlegern zuletzt stiefmütterlich behandelt. Zu Unrecht, denn die Geschäfte der Firmen laufen sehr gut.

Die Konjunktur brummt und der Aktienmarkt befindet sich im Aufwind. Zwei Trends, von denen Beteiligungsgesellschaften profitieren. Zum einen, weil deren Portfolien im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs hohe Wertzuwächse verbuchen. Und zum anderen, weil die Börse inzwischen wieder problemlos als Exitkanal genutzt werden kann. Für Anleger sollte es sich angesichts dieser Perspektiven lohnen, in ausgewählte Aktien aus der Beteiligungsbranche zu investieren, zumal es in diesem Sektor noch echte Schnäppchen gibt.

Fokus auf den Mittelstand

Mit einem 2008er-KGV von 8 sehr attraktiv bewertet ist beispielsweise der Anteilschein von MBB Industries. Das Berliner Unternehmen kauft Mehrheitsbeteiligungen an mittelständischen Industrieunternehmen, die in einer Marktnische einem verhältnismäßig geringen Wettbewerbsdruck unterliegen und in der Lage sind, eine EBITDA-Marge von mindestens 15 Prozent zu erwirtschaften. Als Wachstumstreiber fungieren bei MBB Industries das ausgezeichnete Marktumfeld im Mittelstand sowie der geplante Kauf von bis zu drei Beteiligungen im zweiten Halbjahr 2007. Ebenfalls auf den Mittelstand fokussiert ist die Indus Holding, die schwerpunktmäßig Beteiligungen in den Branchen Bauindustrie, Maschinenbau, Automobilindustrie und Konsumgüter erwirbt. Das Wachstum der von ihm geführten Firmengruppe will Indus-Chef Helmut Ruwisch noch dieses Jahr durch Zukäufe hoch spezialisierter Unternehmen vorantreiben. Neben einem günstigen 2008er-KGV von 11 spricht auch die Dividendenrendite von rund vier Prozent für die Indus-Aktie.

Die Deutsche Beteiligungs AG hat sich auf sogenannte Management-Buy-outs spezialisiert und befindet sich mit diesem Geschäftsmodell auf Erfolgskurs. Das erste Halbjahr 2006/07 (per 30.04.) hat das Unternehmen vorläufigen Zahlen zufolge mit einem Nettogewinn von rund 93 Millionen Euro abgeschlossen. Damit wurde bereits der im gesamten Fiskaljahr 2005/06 (per 30.10.) erzielte Überschuss von 82,7 Millionen Euro übertroffen. Für Kursfantasie sorgt vor allem die 30,7-prozentige Beteiligung an der Homag Group. Schließlich will der weltweit führende Hersteller von Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie noch dieses Jahr den Sprung aufs Börsenparkett wagen.

Prall gefüllte Kriegskasse

Bei Arques Industries stehen derzeit rund 100 Millionen Euro für die Finanzierung weiterer Zukäufe zur Verfügung. Bis zum Jahresende will der Starnberger Beteiligungs- und Sanierungsspezialist in Deutschland, Spanien, Österreich und der Schweiz insgesamt bis zu 15 neue Beteiligungen erwerben. Hochinteressant: Arques erwirbt die Unternehmen in der Regel zu symbolischen Kaufpreisen unterhalb des Substanzwertes. Durch Verkäufe von Firmen, bei denen keine Optimierungsmöglichkeiten mehr bestehen, will Arques das EBITDA dieses Jahr um 46,2 Prozent auf 180 Millionen Euro steigern.

Das Investment- und Beratungshaus U.C.A. ist an neun Unternehmen aus den Bereichen Technologie, IT, Kommunikation und Finanzen beteiligt. Besonders interessant ist die 92-prozentige Beteiligung Deutsche Technologie Beteiligungen AG (DeTeBe), die sich mehrheitlich an innovativen Technologiefirmen beteiligt. An der DeTeBe wird U.C.A. auch nach deren IPO am 15. Juni 2007 indirekt über die Equity A Beteiligungs GmbH mehrheitlich beteiligt bleiben, um vom weiteren Wachstum der Holding zu profitieren. Für das Geschäftsjahr 2006 wird U.C.A. im Juli eine stattliche Dividende von 1,30 Euro je Aktie ausschütten. Danach stehen dem Münchener Unternehmen noch 9,3 Millionen für den weiteren Portfolio-Ausbau zur Verfügung. Auch in Zukunft wird ausschließlich in Gesellschaften mit hohen Wertsteigerungspotenzialen investiert. Daher ist mittel- bis langfristig eine deutliche Steigerung des Net-Asset-Value (NAV) zu erwarten, der Ende März 2007 bei 6,65 Euro je Aktie lag.

Alles andere als langweilig

Im Zuge des konjunkturellen Aufschwungs werden die Erträge der Beteiligungsgesellschaften weitersteigen. Neben den Altempfehlungen des AKTIONÄRS bietet sich angesichts guter Wachstumsaussichten der DeTeBe derzeit vor allem die Aktie von U.C.A. als Depotbeimischung für Langfristinvestoren an.

Kursziel bei U.C.A: 9,00 Euro. Stopp: 4,90 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 25/2007.

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