LendingClub
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Besser als Aktien? Crowdlending-Boom bei LendingClub und Auxmoney

Das ist eine Ansage. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld liegt die Renditerwartung auf der Crowdlending-Plattform auxmoney mit 6,7 Prozent laut deren Berechnungen über den Renditen fast aller anderen Anlageklassen. Nur die Aktie ist besser. Mitgründer Philip Kamp: „Crowdlending als Geldanlage boomt.“ In der Langzeitbetrachtung sei die Kursentwicklung von Aktien leicht höher als die derzeitige auxmoney-Renditeerwartung. „Aktien sind zweifellos eine sinnvolle Anlage, allerdings ist die Schwankungsbreite auch ziemlich hoch“, sagt Philip Kamp.

DER AKTIONÄR hat Crowdlending selbst getestet („8,7 Prozent Zinsen im Selbsttest“): Crowdlending wie bei Auxmoney oder LendingClub ist tatsächlich eine Alternative. Doch der Stresstest einer anderen Konjunktur- und Zinsphase steht noch aus – auch hier sind durchaus Schwankungen bei der Rendite zu erwarten.
Privatleute erhalten von Privatleuten Kredit. Die Höhe des Zinssatzes für den Kredit bestimmt die Rendite für den Anleger. So profitieren durch das Weglassen einer Bank als Mediator beide Seiten: Anleger erhalten eine Rendite, die höher ist, als bei vielen Finanzprodukten. Kreditnehmer haben eine größere Chance auf einen Kredit.

Chance LendingClub
Die größte Peer-to-Peer-Plattform der USA ist Lending Club. Und sie wird täglich mächtiger. Alleine im ersten Quartal 2015 wurden Kredite in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar vermittelt – 107 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dank der schlanken Struktur bleibt Lending Club trotz niedriger Zinsen für Schuldner und guter Renditen für Gläubiger eine hohe Marge. Der Umsatz legte um 109 Prozent auf 81 Millionen Dollar zu und das EBITDA um 458 Prozent auf 10,6 Millionen Dollar. Trotz schon beachtlicher Basis. Das künftige Wachstumspotenzial für Lending Club ist gigantisch: Derzeit vermittelt der Marktführer jährlich erst 0,2 Prozent der ausstehenden US-Konsumentenkredite.

Lending Club: Jahrhundertchance
Die Aktie ist angesichts der aktuell sehr hohen Bewertung riskant. Auch weil das Chart-Momentum aktuell fehlt, empfiehlt sich ein schrittweiser Einstieg. Früher oder später dürfte das Papier jedoch Schwung aufnehmen. Denn die Chance, in einem relativ frühen Stadium bei der Entstehung einer Volksbank 2.0 dabei zu sein, gibt es nur alle hundert Jahre. Mehr dazu hier.

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