Uniper
- Werner Sperber - Redakteur

Bernecker: Zwei, drei große Investoren kaufen Uniper-Aktien

Die Actien-Börse Daily gibt die Hoffnung auf, die von E.on abgespaltene Aktie von Uniper noch wirklich billig zu bekommen. Mindestens zwei oder drei größere Anleger seien als echte Investoren im Markt. Aufgrund der Energiewende und der Stilllegung von Atomkraftwerken fallen Uniper demnächst 26 bis 30 Milliarden Euro Umsatz weg. Ob Uniper die Laufzeiten dieser Atomkraftwerke verlängern darf, ist fraglich. (Anmerkung der Redaktion: Die Pressestelle von Uniper stellt klar: Die deutschen Atomkraftwerke bleiben bei E.on.)

Die Stromerzeuger sind verpflichtet, Öko-Strom aufzunehmen. Deshalb ist es viel wichtiger, wie viel Geld Uniper für den selbst erzeugten Strom erhalten wird, wenn die Subventionen für Strom aus erneuerbaren Energien im Jahr 2020 auslaufen. Der extrem niedrige Strompreis, etwa an der Strombörse in Leipzig, beruhe auf diesen Subventionen und der dazugehörenden Vergütung für das Einspeisen von Öko-Strom und nicht auf einem echten Überangebot. Wenn diese Förderungen für Öko-Strom wegfallen, dann ist eine Wette auf einen sprunghaft veränderten Strompreis sehr spannend.

Die Actien-Börse Daily rät dazu, die Hälfte des für ein Investment in Uniper vorgesehenen Betrages jetzt bis zu Notierungen von elf Euro auszugeben. „Dann sehen wir weiter.“ Wer einen im Vergleich zum Gesamtdepot hohen Bestand an Aktien von E.on hat, sollte den in Aktien von Uniper tauschen.

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