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- Werner Sperber - Redakteur

Bernecker: Die stillen Reserven der Münchener Rück sind höher als der Börsenwert

Die Actien-Börse Daily beurteilt die Situation der Versicherungs-Branche kritisch. Die Unternehmen verwalten derzeit insgesamt fast 1,51 Billionen Euro. 79,6 Prozent beziehungsweise 1,2 Billionen Euro davon haben die Konzerne in Anleihen angelegt. Schätzungen zufolge sind davon wiederum 20 Prozent respektive 240 Milliarden Euro stille Reserven. Diese 240 Milliarden Euro würden der Versicherungsbranche als Sonderertrag zur Verfügung stehen, wenn die Unternehmen die Anleihen denn tatsächlich verkaufen könnten. Wenn sie das nicht schaffen, dann verringert sich der Betrag vermutlich in vier bis fünf Jahren sehr schnell. In der Versicherungs-Branche spreche man ungern darüber, aber, einer sehr großen Chance steht ein ebenso großes Risiko gegenüber.

Die Actien-Börse Daily schreibt weiter, im Anleihe-Portfolio der Münchener Rückversicherung betragen diese stillen Reserven etwa 32 Milliarden Euro. Würden diese Reserven mit einem Anleihe-Verkauf gehoben, wäre das ein klarer, zu versteuernder Gewinn. Auch nach Steuern wären das noch mehr als der Börsenwert der Münchener Rück von derzeit 24,8 Milliarden Euro. „Der bisherige Chef schleicht sich mit 60 Jahren vorzeitig davon. Seine Lebensplanung sieht anders aus. Gut gemacht! Wie die deutsche Finanzwirtschaft mit der Null-Prozent-Politik fertig wird, ist ein Dauerthema.“

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