Deutsche Bank
- Werner Sperber - Redakteur

Euro am Sonntag: Finger weg von der Deutschen Bank

Die Euro am Sonntag verweist auf die Probleme der europäischen Bankenbranche grundsätzlich, also etwa der Regulierung, Niedrig- und Strafzinsen sowie die nach der Entscheidung der Briten aus der Europäischen Union austreten zu wollen (Brexit) erneuten Sorgen vor einer sich abschwächenden Wirtschaft. Die Deutsche Bank erwirtschaftete vor diesem Hintergrund im zweiten Quartal des laufenden Jahres nur knapp einen Gewinn. Das Nettoergebnis sank im Jahresvergleich um rund 98 Prozent auf 20 Millionen Euro. Dabei brachen die Erträge in allen Kernsparten weg, vor allem jedoch im wichtigen Kapitalmarkt-Geschäft. Die sogenannte harte Kernkapital-Quote stieg bis Ende Juni nur um 0,1 auf 10,8 Prozent. Bankenaufseher fordern mittelfristig eine Quote von mindestens 12,25 Prozent.

Ein Brexit und die schlechte Lage der italienischen Banken erhöhen die Risiken der Banken und lassen Spekulationen über eine Konsolidierungswelle in der Branche aufkommen. Branchenfachleuten zufolge heißt es: „Wir haben in Deutschland weltweit führende Industrieunternehmen, aber keine Banken, die einen solchen Anspruch derzeit erfüllen könnten.“ Gerüchten zufolge könnte die Deutsche Bank doch in einen Investment-Teil und eine Privat- und Firmenkunden-Bank aufgeteilt werden.

Vorstandsvorsitzender John Cryan weiß offenbar nicht, wo er bei der Deutschen Bank ansetzen kann: Verkäufe von Tochterfirmen und der Abbau von Risiken in der Bilanz sollen helfen. Dabei verliert die Deutsche Bank jedoch auch Ertragspotenzial. Deshalb wird weiter über eine Kapitalerhöhung spekuliert. Der Sparkurs greift schließlich nicht, die operativen Erträge brechen weg und auch die Stärkung der Kapitaldecke gelingt nur minimal. Was der Deutschen Bank am dringendsten fehlt, ist eine schlüssige Strategie. Die Euro am Sonntag rät deshalb weiter zum meiden der Aktie, die mit einem KBV von 0,3 und einem KGV von 7 für das nächste Jahr bewertet wird.


 

Das Tao des Kapitals

Autor: Spitznagel, Mark
ISBN: 9783864702945
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 03.03.2016
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

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Regierungen, die überregulieren, Zentralbanken, die Wirklichkeiten am Markt verzerren. Der Investment-Ansatz der Österreichischen Schule meint seit 150 Jahren: Die Menschen verdienen etwas Besseres.
Er befürwortet sich selbst regulierende Märkte, in denen freie Menschen in einer freien Gesellschaft interagieren. Mark Spitznagel, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Investoren unserer Tage, verbindet in »Das Tao des Kapitals« die zentralen Elemente des zeitlosen Investment-Modells »Privateigentum, freie Märkte, stabile Währung und eine liberale Gesellschaft« mit den Gedanken des Taoismus. So wie sich der Mensch im Taoismus an die Gegebenheiten anpassen soll, so sollte auch der Investor den Märkten freien Lauf lassen – und die Früchte seiner Geduld ernten. Spitznagel weist in seinem Ansatz des Austrian Investing den Weg.

 

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