Allianz
- Werner Sperber - Redakteur

Bernecker: Die Allianz ist am besten aufgestellt

Die Actien-Börse schreibt: „Mit dem Ende der EZB-Null-Prozent-Politik verändern sich die Rahmenbedingungen für die Versicherungen und Banken, was angesichts der Größenordnungen der (Anleihe-)Portfolios (welches diese Investoren halten) nur schrittweise umgesetzt werden kann.“ Die Allianz ist dabei doppelt gefordert. Zum einen ist der Konzern das größte Vermögensverwaltungs-Unternehmen, der eigenes und Kunden-Geld verwaltet. Zum anderen könnten sich die europäischen Nummer 2 und 3 auf dem Versicherungsmarkt, also die AXA und die Generali, gegen die Nummer 1 zusammenschließen. Dazu würde es ausreichen, wenn sich diese beiden Konzerne mit 15 bis 20 Prozent über Kreuz aneinander beteiligen würden.

Der Umsatz von 130 Milliarden Euro kommt etwa hälftig aus der Versicherungs-Sparte und der Vermögensverwaltungs-Sparte. Der Börsenwert beträgt 62 Milliarden Euro. Die jüngsten Quartalszahlen der Allianz zeigen die Schwachstelle des Unternehmens. Das größte Anleihe-Portfolio muss umgebaut werden, wenn sich die Zins-Szene in Europa dreht. Zudem muss die Allianz selbst schnell zukaufen, um die Spitzenposition zu verteidigen. Das ist derzeit günstig, denn die Kurse der europäischen Versicherungs-Unternehmen sind vergleichsweise niedrig. Der Vorstand rechnet mit Akquisitionen für rund 20 Milliarden Euro, die sich gut mit eigenem und geliehenem Geld finanzieren lassen. Übernahmen in der Vermögensverwaltung werden nur als Alternative oder Ergänzung betrachtet.

Die Actien-Börse schreibt, die Allianz hat die beste Chance, aus der gegenwärtigen Konstellation Vorteile zu ziehen.


 

Gierig. Verliebt. Panisch.
 

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Seiten: 240
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Verlag: Börsenbuchverlag
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