INX INC. DL-,01
- DER AKTIONÄR

Bei Anruf Geld

INX-Vorstandschef Jim Long ist davon überzeugt, dass künftig alle Formen der Kommunikation über das Internetprotokoll, kurz IP, laufen werden. Zwar nutzen erst 14 Prozent der nordamerikanischen Firmen das World Wide Web für die Telefonie, neudeutsch Voice over IP (VoIP). Aber immerhin 78 Prozent planen die Einführung der neuen Technologie. Auf diesen 14 Milliarden Dollar schweren Wachstumsmarkt fokussieren sich Long und INX.

Internettelefonie ist der große Renner, immer mehr Großkonzerne setzen auf Voice over IP. Darauf hat sich die US-Hightech-Schmiede INX spezialisiert. Ihre Wachstumsraten liegen bei über 50 Prozent.

INX-Vorstandschef Jim Long ist davon überzeugt, dass künftig alle Formen der Kommunikation über das Internetprotokoll, kurz IP, laufen werden. Zwar nutzen erst 14 Prozent der nordamerikanischen Firmen das World Wide Web für die Telefonie, neudeutsch Voice over IP (VoIP). Aber immerhin 78 Prozent planen die Einführung der neuen Technologie. Auf diesen 14 Milliarden Dollar schweren Wachstumsmarkt fokussieren sich Long und INX. Das Unternehmen aus dem texanischen Houston integriert Cisco-Systeme und bietet zusätzlich Serviceleistungen für den laufenden Betrieb an.

Wächst wie verrückt

Auf der Kundenliste von INX stehen bekannte Adressen wie Halliburton, die Chase Bank oder Schulmberger. Wesentliche Abnehmer sind außerdem Schulen und Behörden wie das Heimatschutz- und das Justizministerium der USA. In den zurückliegenden drei Jahren stiegen die Einnahmen um durchschnittlich 53 Prozent pro Jahr. 2006 kamen 156 Millionen US-Dollar zusammen. Der Überschuss landete bei 1,2 Millionen US-Dollar, im Vorjahr summierte sich das Minus noch auf 2,1 Millionen US-Dollar. Nach dem Turnaround hofft Long nun, die Gewinne Schritt für Schritt ausbauen zu können. Er peilt eine operative Rendite in der Bandbreite zwischen vier und sechs Prozent an. Im vierten Quartal betrug die operative Umsatzmarge schon 1,9 Prozent. Damit übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen.

Akquisitionen geplant

Gegenüber dem AKTIONÄR stellte der Manager Übernahmen in Aussicht. Bislang ist der Internettelefonie-Spezialist in zehn Bundesstaaten mit insgesamt 15 Dependancen vertreten, weitere sollen folgen. An Bord sind 270 Mitarbeiter. In der laufenden Periode können durchaus 185 Millionen Dollar Umsatz zusammenkommen. Unterm Strich sollten vier Millionen US-Dollar möglich sein. Auf die Börsenwaage bringt INX 67 Millionen US-Dollar. Eine überschaubare Marktkapitalisierung, liegt der diesjährige Umsatz doch fast dreimal so hoch. Der Großteil der Einnahmen stammt mit 85 Prozent aus der Vermarktung von Cisco-Produkten. Doch der Anteil des profitableren Servicegeschäfts (derzeit 15 Prozent) wächst.

Stabiler Aufwärtstrend

Das 2007er-KGV bietet mit 17 angesichts des heißen Wachstumsmarktes ein attraktives Einstiegsniveau. Firmengründer Long, der 27 Prozent der Aktien hält, versicherte, auf absehbare Zeit keine Pakete zu veräußern. Der an der Nasdaq notierte Titel befindet sich in einem stabilen Aufwärtstrend. Seit vergangenen Juni legte der Kurs um 70 Prozent zu. Schwache Tage bieten sich zum Einstieg an. Orders sollten in den USA erteilt oder hierzulande mit einem Limit versehen werden, weil der Markt illiquide ist.

Kursziel bei INX: 13,00 Euro. Stopp: 5,35 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 13/2007.

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