Deutsche Bank
- Fabian Strebin - Redakteur

Befreiungsschlag bei Deutscher Bank: Nur 600 Millionen Euro Strafe in Russland

Nach der Milliarden-Geldbuße in den USA wegen unsauberer Hypothekenkredite kann die Deutsche Bank ihren zweiten, großen Rechtsstreit beilegen: Zur Beilegung von Geldwäsche-Vorwürfen in Russland zahlt das Institut annähernd 600 Millionen Euro an die Aufsichtsbehörden der USA und Großbritanniens. Die Bank selbst hatte knapp eine Milliarde Euro Rückstellungen für den Fall gebildet.

Compliance-System versagt

Laut Manager Magazin sollen in der Affäre russische Kunden über die Deutsche-Bank-Niederlassung in Moskau über Jahre Rubel in Höhe von knapp zehn Milliarden Dollar gewaschen haben. Die New Yorker Finanzaufsicht DFS macht dafür auch mangelnde Kontrollen der Bank verantwortlich. Von den fast 600 Millionen Euro Strafen gehen 397 Millionen Euro an die DFS, der Rest fließt an die britische Aufsicht.

Ziel erreicht

Deutsche-Bank-CEO John Cryan hat es geschafft: Die größten Rechtsstreitigkeiten bei der Deutschen Bank sind beigelegt. Für zukünftige Strafen kann die Bank die restlichen 400 Millionen Euro, die für die Russland-Affäre zurückgestellt waren, als Puffer einbehalten. Denkbar ist auch, dass Cryan das Geld demnächst ausschüttet, um den Gewinn aufzubessern. Kommenden Donnerstag präsentiert die Bank ihre Zahlen zum Geschäftsjahr 2016, Anleger können die Aktie weiterhin als Depotbeimischung kaufen. Das Kursziel liegt bei 22,00 Euro, bei 16,40 Euro sollte ein Stopp gesetzt werden.

 


 

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