Bechtle
- Werner Sperber - Redakteur

Bechtle: Das wird ein Rekordjahr

Bechtle ist auf einem guten Weg, in diesem Jahr mehr umzusetzen und mehr zu verdienen als jemals zuvor. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Olemotz ist optimistisch. Die Anleger scheinen ihr Vertrauen in die Aktie auch wiederzufinden, wie die Aktienkursgewinne nahelegen, die höher sind als die Gewinne des TecDAX.

Die Kunden der in Neckarsulm ansässigen Bechtle AG haben wieder deutlich mehr investiert. Im ersten Halbjahr 2011 setzte der IT-Dienstleistungskonzern 913 Millionen Euro um. Das sind 25,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 63,1 Prozent auf 45,5 Millionen Euro zu. Der Nettogewinn erhöhte sich um 73,9 Prozent auf 27,7 Millionen Euro beziehungsweise 1,32 Euro je Aktie. Im zweiten Quartal alleine betrachtet stiegen die Erlöse um 21,9 Prozent auf 457 Millionen Euro. Das EBITDA legte um 65,7 Prozent auf 23,8 Millionen Euro zu und der Nettogewinn erhöhte sich um 74 Prozent auf 14,5 Millionen Euro. Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Olemotz prognostiziert: "Der unverändert gute Auftragseingang zu Beginn des dritten Quartals stimmt mich zuversichtlich, dass Bechtle erneut einen Umsatz- und Ergebnisrekord erzielen wird." Zwar dürfte die Konjunktur im zweiten Halbjahr nachlassen und sich deshalb das Wachstumstempo von Bechtle verringern. Der Umsatz werde jedoch um mindestens 15 Prozent auf mehr als zwei Milliarden Euro steigen. Die Profitabilität soll dabei zulegen. Zudem beschäftige sich Bechtle intensiv mit der weiteren Expansion in Europa und dem Ausbau des IT-Lösungsgeschäfts.

Günstig, aber die Märkte zittern noch

Analysten schätzen die Gewinne je Aktie für die Jahre 2011 bis 2013 auf 3,03 Euro beziehungsweise 3,23 Euro respektive 3,45 Euro. Das entspräche Kurs-Gewinn-Vielfachen von 9 beziehungsweise 8,5 respektive 8. Diese Ziele sind wohl gut zu erreichen, da Bechtle im dritten und vor allem im vierten Quartal einen hohen Anteil am Gesamtjahres-Umsatz und -Ergebnis einfährt. Vor dem Hintergrund der noch immer unberechenbaren Entwicklung an den Börsen sollten Anleger trotz der günstige Bewertung erst eine Beruhigung an den Märkten und eine Bodenbildung bei der Aktie abwarten.

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