Beate Uhse AG
- Markus Bußler - Redakteur

Beate Uhse: Was für ein Ausbruch

Der Erotikkonzern Beate Uhse ist an der Börse wieder gefragt. Nachdem die Aktie seit Monaten in der Bedeutungslosigkeit verschwunden war, feierte das Papier in den vergangenen Tagen ein Comeback. Der Grund: Das Unternehmen entdeckt die weibliche Kundschaft.

„Wäsche und Sexspielzeuge werden den Verkauf dominieren, harte Sexartikel werden nur von Nischenfirmen gehandelt", sagte Vorstandschef Serge van der Hooft in einem Interview mit der Welt am Sonntag. Frauen seien die neue Zielgruppe von Beate Uhse: Die Flensburger Firma mache heute schon mehr als die Hälfte des Umsatzes mit ihnen. „Der Mann als Kunde ist ins Internet verschwunden", sagte van der Hooft.

Deutliches Plus bei Amazon

Dabei setzt auch Beate Uhse auf das Internet, aber will weg vom Schmuddelimage. Der Umsatz über den Onlinehändler Amazon lege mit zweistelligen Zuwachsraten zu. "Das ist doch ein deutliches Zeichen dafür, dass wir moderner werden und andere Käufer ansprechen", sagte van der Hooft. Auch bei den eigenen Läden sieht van der Hooft die Trendwende erreicht. Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem die Schließung von unprofitablen Filialen im Mittelpunkt stand, will Beate Uhse jetzt wieder expandieren. „Wir beginnen gerade wieder damit, neue Filialen aufzumachen", sagte der Firmenlenker.

Zuletzt meldete Beate Uhse wieder schwarze Zahlen. In den ersten sechs Monaten ging der Umsatz gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres zwar nochmals von 74 Millionen auf 68 Millionen Euro zurück. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) war jedoch mit 1,1 Millionen Euro positiv, gegenüber einem Verlust von 3,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Aus charttechnischer Sicht scheint die Aktie eine fast dreijährige Untertassenformation abzuschließen und könnte damit wieder über die Marke von 1,00 Euro steigen. Knapp darunter wartet jedoch ein wichtiger Widerstand für den Nebenwert. Gelingt der  Ausbruch, sind aus charttechnischer Sicht Kurse von 1,20 Euro möglich. Die Aktie bleibt eine heiße Wette auf den Turnaround.

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