Novo-Nordisk
- Marion Schlegel - Redakteurin

BB-Biotech-Beteiligung Novo Nordisk erneut unter Beschuss: Wie geht es nun weiter?

Gerade als sich die Aktie von Novo-Nordisk etwas zu erholen schien, kam ein erneuter Dämpfer. Aufgrund des anhaltend schwierigen US-Geschäfts hat das Unternehmen seine Prognose für 2017 gesenkt. Den Angaben der Gesellschaft zufolge soll der Umsatz im laufenden Jahr um ein Prozent zurückgehen oder maximal um vier Prozent wachsen. Bislang hatte Novo Nordisk niedrige einstellige Wachstumsraten in Aussicht gestellt. Der operative Gewinn soll wechselkursbereinigt um zwei Prozent sinken oder maximal um drei Prozent zulegen. Hier gingen die Dänen bislang von einem geringen einstelligen Plus aus. Die Aktie von Novo-Nordisk reagierte darauf mit einem erheblichen Kursabschlag von mehr als acht Prozent auf zuletzt 31,30 Euro. Die nächste wichtige Unterstützung wartet nun im Bereich von 29,39 Euro, die verteidigt werden sollte. Andernfalls drohen aus charttechnischer weitere Abschläge. Dennoch könnte die Aktie aus langfristiger Sicht auch durchaus auf dem aktuellen Niveau interessant sein. Das sieht auch BB Biotech so, die im vierten Quartal 2016 die günstigen Kurse zum Nachkauf genutzt hat. Fantasie bringt eine orale Variante, die für viele Patienten, die sich nicht spritzen wollen, enorm interessant sein dürfte. Allerdings dürfte diese frühestens in zwei Jahren auf den Markt kommen. Vorsichtige Anleger warten deswegen derzeit vor einem Anstieg ein positives charttechnisches Signal ab.

Interessante Kooperation

Zuletzt gab es derweil positive News von der Kooperationsseite. Die Universität Oxford und Novo Nordisk arbeiten zukünftig bei der Forschung zu Typ-2-Diabetes zusammen. Hier sollen innovative Behandlungsansätze entwickelt werden. „Mit dieser Kooperation werden einige der klügsten Köpfe im Bereich Diabetes zusammengebracht, um nach neuen Möglichkeiten für therapeutische Innovationen zu suchen. Sie verbindet die über 90-jährige Erfahrung von Novo Nordisk in der Entwicklung von Diabetes-Therapeutika mit dem Fachwissen weltweit führender Wissenschaftler der Universität Oxford. Unsere Vision besteht darin, dass diese einzigartige Kombination aus pharmaindustriellem und akademischem Know-how letztendlich zu einer neuen Generation von Behandlungen führt, die das Leben von Menschen mit Typ-2-Diabetes verbessern”, sagte Mads Krogsgaard Thomsen, Chief Science Officer und Executive Vice President von Novo Nordisk.

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