BB Biotech
- Marion Schlegel - Redakteurin

BB-Biotech-Aktie: Auf diese Entscheidungen sollten Sie achten

Im Zuge der Rallye bei den Biotech-Werten in den USA ist auch die Aktie von BB Biotech in den vergangenen Monaten von einem Hoch zum nächsten geklettert. Die vorläufige neue Rekordmarke liegt bei 338,90 Euro. Zuletzt musste das Papier allerdings etwas Federn lassen. Derzeit notiert die Aktie bei 283,10 Euro. Grund zur Sorge ist dies allerdings nicht. Nach der starken Rallye ist eine Verschnaufpause der Biotech-Werte keineswegs ungewöhnlich und sogar wünschenswert. Aus langfristiger Sicht ist ein Ende des Booms aber nach wie vor nicht in Sicht. Im Vergleich zum Jahr 2000 sind die Bewertungen nur ein Bruchteil so hoch. Zudem macht die Branche mittlerweile Milliardenumsätze, immer mehr Produkte finden den Weg zur Zulassung und auch die Kapitalkraft ist mittlerweile enorm gut.

Biotechbranche mit Outperformance
Wie gut es zuletzt lief, berichtete BB Biotech am heutigen Freitag: Der Nasdaq Biotech Index (NBI) hat den breiten Aktienmarkt um mehr als zwölf Prozentpunkte outperformt. Für BB Biotech verlief das Quartal ebenfalls sehr erfreulich. Die Aktie stieg um 31,0 Prozent in Schweizer Franken und 49,1 Prozent in Euro. Der Gewinn für das erste Quartal beläuft sich auf 379,4 Millionen Schweizer Franken. Haupttreiber für die Performance waren vor allem klinische Studienergebnisse, Fortschritte in der Wirkstoff-Pipeline und Übernahmeaktivitäten bei den Portfoliofirmen. Produktzulassungen und wichtige klinische Ergebnisse werden auch für das Gesamtjahr 2015 die wichtigsten kurstreibenden Faktoren für den Biotech-Sektor bleiben. BB Biotech begrüßt die Aufstockung des Eigenkapitals vieler kleiner und mittlerer Unternehmen, welche das aktuell positive Umfeld für IPOs und Kapitalerhöhungen nutzen. Dank den gestärkten Bilanzen wird es diesen Unternehmen möglich sein, weiter in ihre Pipelineprodukte zu investieren, die Eigentümerschaft an ihren Wirkstoffkandidaten zu behalten und nicht frühzeitig Lizenzvereinbarungen eingehen zu müssen.

Der Neue im Portfolio
Der einzige Neuzugang im Portfolio von BB Biotech im ersten Quartal war Intercept. Das US-Unternehmen fokussiert sich auf die Entwicklung synthetischer Gallensäureanaloga zur Behandlung chronischer Leberkrankheiten. Dazu stellen neben der primär biliären Zirrhose (PBC) die nichtalkoholische Fettleberentzündung (NAFLD) und die nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) zwei deutlich größere Indikationsgebiete dar. Der Beginn der Zulassungsstudie für Intercepts Leitwirkstoff Obeticholsäure (OCA), einen der besten Farnesoid-X-Rezeptor-Agonisten seiner Klasse, als Arznei zur NASH-Behandlung wird im zweiten Quartal 2015 erwartet.

Die Entscheidungen 2015
Nach Einschätzung von BB Biotech sollten die Rahmenbedingungen den Anlegern im Biotech-Bereich auch 2015 ein weiteres attraktives Jahr bescheren. Wichtige klinische Meilensteine wie etwa Phase-III-Ergebnisse und Produktzulassungen werden neue und bedeutende Behandlungsoptionen eröffnen. Das Team von BB Biotech erwartet wichtige regulatorische Entscheidungen, die unter anderem folgende Wirkstoffe betreffen: Lumacaftor (Vertex) bei Mukoviszidose-Patienten mit F508del-Mutation; Praluent (Regeneron/Sanofi) gegen Hypercholesterinämie; Sebelipase alpha (Synageva) zur Behandlung von lysosomaler saurer Lipase-Defizienz; Uptravi (Actelion): Zulassung für die Behandlung pulmonaler arterieller Hypertonie; Tresiba (Novo Nordisk): Zulassung zur Behandlung von Typ-1- und Typ-2-Diabetes.
DER AKTIONÄR ist ebenfalls optimistisch, was die weitere Entwicklung der Biotechbranche im Allgemeinen und der Aktie von BB Biotech im Speziellen angeht. Anleger bleiben deswegen mit einem Stopp bei 225,00 Euro investiert.


(Mit Material von dpa-AFX)

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