BMW
- DER AKTIONÄR

Bayern-Turbo

In der Automobilbranche sorgt derzeit eine mögliche Allianz von General Motors und Renault-Nissan für Schlagzeilen. Die Bayerische Motoren Werke AG (BMW) lässt das unbeeindruckt. Man fürchte die Konkurrenz nicht und sehe selbst kein Potenzial für eine Hochzeit mit einem anderen Fahrzeugbauer, so Vorstandsmitglied Dr. Michael Ganal. BMW hat auch keinen Grund zum Klagen.

BMW glänzt mit stetig wachsenden Verkaufszahlen. In Asien und Osteuropa will der Fahrzeughersteller seine Erfolgsstory fortsetzen.

In der Automobilbranche sorgt derzeit eine mögliche Allianz von General Motors und Renault-Nissan für Schlagzeilen. Die Bayerische Motoren Werke AG (BMW) lässt das unbeeindruckt. Man fürchte die Konkurrenz nicht und sehe selbst kein Potenzial für eine Hochzeit mit einem anderen Fahrzeugbauer, so Vorstandsmitglied Dr. Michael Ganal.

Klasse Zahlen

BMW hat auch keinen Grund zum Klagen. Im ersten Quartal 2006 konnten die Bayern ihren Umsatz um 12,2 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern. Der Konzernüberschuss schnellte um 80,6 Prozent auf 948 Millionen Euro hoch. Ebenso blendende Zahlen präsentiert BMW beim Absatz. Vor allem die Mitte vergangenen Jahres vorgestellte Touring-Version des 3er-BMWs entwickelte sich zu einem wahren Verkaufsschlager: Sie konnte in der erste Hälfte des Jahres fast doppelt so oft an den Mann gebracht werden wie in den letzten sechs Monaten von 2005. Für die 3er-Reihe rechnen Branchenexperten auch im laufenden Jahr mit einem zweistelligen Prozentzuwachs bei den Absatzzahlen. Die Chancen stehen dafür gut: Für das neue 3er-Coupé seien überdurchschnittlich viele Vorbestellungen eingegangen, so der Konzern.

Expansionsfieber

Stetiges Wachstum verzeichnet BMW auch im Ausland. Allein in China erzielten die Bayern ein Verkaufsplus von fast 56 Prozent im ersten Halbjahr 2006. Aufgrund des großen Nachholbedarfs rechnen Analysten auch in den kommenden fünf Jahren mit einer ungebrochenen Nachfrage nach höherpreisigen Fahrzeugen in den Schwellenländern. Deshalb baute BMW kürzlich ein Werk in Indien, das Anfang 2007 seine Produktion aufnimmt. Darüber hinaus haben Niederlassungen in der Slowakei und Tschechien vor wenigen Tagen ihre Arbeit aufgenommen. Bulgarien und Rumänien sollen 2007 folgen. Mittel- und Osteuropa garantiere ähnlich gute Verkaufszahlen wie Asien, so Ganal. Nach fast 700.000 verkauften Fahrzeugen im ersten Halbjahr 2006 dürfte laut Analysten der für 2008 angepeilte Absatz von 1,4 Millionen Fahrzeugen bereits ein Jahr früher erreicht werden. Der Umsatz soll sich im laufenden Jahr auf 48,9 Milliarden Euro, der Gewinn auf 2,6 Milliarden Euro beziehungsweise 3,96 Euro je Aktie belaufen.

Zusatz-PS fürs Depot

BMW überzeugt durch gute Verkaufszahlen der 3er-Reihe. Darüber hinaus versprechen die Wachstumszahlen in Asien und Osteuropa einen Kursschub für die Aktie. Dazu ist das Papier mit einem 2007er-KGV von 10 günstig bewertet. Anleger sollten nach der jüngsten Kurskorrektur zugreifen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 31/2006.

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