Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer optimistisch für 2017 – Monsanto-Deal weiter im Fokus

Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer kann mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 sehr zufrieden sein. Dank dem starken Pharmageschäft stieg der Umsatz um 1,5 Prozent auf 46,8 Milliarden Euro. Wechselkursschwankungen und Portfolioveränderungen herausgerechnet hätte das Plus 3,5 Prozent betragen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten kletterte um 10,2 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 4,53 Milliarden Euro - ebenfalls 10,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings hatten die Analysten im Schnitt insgesamt etwas mehr erwartet. Zudem belasteten im vierten Quartal Abschreibungen. Hier hat Bayer deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Grund waren Sonderbelastungen von insgesamt 587 Millionen Euro, die das EBIT belasteten. Davon entfiel ein Großteil auf Wertberichtigungen, insbesondere auf das Verhütungsmittel Essure mit 170 Millionen Euro sowie 160 Millionen Euro auf Consumer-Health-Produkte.

Optimismus für 2017

Vor der geplanten Rekordübernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto blickt Bayer optimistisch auf das laufende Jahr. „Für das Geschäftsjahr 2017 rechnen wir weiterhin mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung“, sagte Baumann. Der Konzernumsatz soll sich inklusive der vor gut einem Jahr an die Börse gebrachten Kunststofftochter Covestro auf mehr als 49 Milliarden Euro erhöhen. Das entspräche einem Anstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vor Sondereinflüssen soll im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft will Bayer ebenfalls im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern.

Weiterhin steht jedoch ganz klar der Deal mit Monsanto im Fokus. Hier steht nun die Prüfung der Kartellbehörden an. In den vergangenen Wochen hat sich die Bayer-Aktie relativ stark präsentiert, allerdings läuft das Papier nun auf einen starken Widerstand bei 112 Euro zu. Was die Übernahme des Saatgut-Riesen angeht, ist DER AKTIONÄR weiter skeptisch. Mittelfristig dürften weitere Kapitalmaßnahmen zur Finanzierung des Deals den Aktienkurs belasten und langfristig tiefe Spuren in der Bayer-Bilanz hinterlassen.

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