Bayer
- Thorsten Küfner - Redakteur

Bayer trennt sich von Kunststoffsparte und stürmt auf Rekordhoch

Nachdem Bayer in den vergangenen Jahren viel Freude an der Entwicklung seiner Pharma- und der Agrarchemiesparte hatte, bereitete der Kunststoffbereich dem Management hingegen oftmals Kopfzerbrechen. Nun will der Vorstand handeln und die Geschäftssparte Material Science abspalten. An der Börse wird die Bayer-Aktie hierfür gefeiert.

Die Leverkusener erklärten in einer Pflichtmitteilung: "Der Vorstand der Bayer AG plant, den Konzern auf die Life-Science-Geschäfte HealthCare und CropScience zu fokussieren und MaterialScience als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen. Damit würde sich Bayer als global führendes Unternehmen für die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze positionieren. Die Pläne bedürfen noch der Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Vorstandsentscheidung erging am 2. September 2014. Der Aufsichtsrat der Bayer AG wird sich in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag mit den Plänen befassen. Es ist geplant, nach einer Beschlussfassung des Aufsichtsrats weitere Informationen zu veröffentlichen."

Erlös von acht Milliarden Euro möglich

Laut einem Bericht des „Wall Street Journal Deutschland“ wird der Wert der Sparte auf knapp acht Milliarden Euro taxiert. Damit könnte Bayer seine Aktivitäten in den beiden verbleibenden Kernsparten HealthCare und CropScience weiter stärken.
An der Börse kommt dieses Vorhaben gut an. Im frühen Handel legt der gemessen am Marktwert bereits größte DAX-Konzern kräftig zu und erklimmt bei 111 Euro ein neues Rekordhoch.

Ein sinnvoller Schritt

Die Abspaltung der Chemiesparte und die Konzentration auf das stark laufende Pharmageschäft sowie das stetig wachsende Agrarsegment sind durchaus sinnvoll. DER AKTIONÄR rät daher weiterhin zum Kauf des Qualitätstitels. Der Stopp sollte bei 90,00 Euro belassen werden.

 

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