Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer weiter Platz zwei hinter Commerzbank: Aber Aktie gibt Gas!

Die Meldungen beim deutschen Pharma- und Chemiekonzern Bayer reißen nicht ab – genauso wenig wie der Aufwärtstrend bei der Aktie. Der Bayer-Titel klettert seit dem Zwischentief seit 2011 fast ohne Unterbrechung von Hoch zu Hoch. Auch im vergangenen Monat war das Papier erneut einer der besten DAX-Werte mit einem Plus von mehr als elf Prozent. Lediglich die Aktien der Commerzbank konnten sich noch besser entwickeln. Sie gewannen im Monatsvergleich fast 19 Prozent.

Abspaltung geplant
Einem Bericht des „Wall Street Journal“ am Mittwochabend zufolge erwägt Bayer die Abspaltung seiner Kunststoffsparte. Bereits am heutigen Donnerstag könnten hierzu entsprechende Pläne publik gemacht werden. Das Unternehmen habe noch nicht entschieden, in welcher Form der Geschäftszweig "MaterialScience" veräußert werden könnte. Die Sparte soll von Analysten mit etwa 10 Milliarden Dollar (7,8 Milliarden Euro) bewertet werden. Das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen gilt als konjunkturanfällig. Über einen Verkauf wird seit Jahren spekuliert.

Investitionen in Pflanzenschutzgeschäft
Derweil treibt der Pharma- und Chemiekonzern sein deutsches Pflanzenschutzgeschäft voran. Rund 800 Millionen Euro sollen zwischen 2013 und 2016 in das heimische Agrarchemie-Geschäft fließen, teilte Bayer am Mittwoch in Monheim mit. Dabei plant Bayer vor allem den Ausbau der bestehenden Anlagen in Dormagen, Frankfurt und Knapsack. Insgesamt sollen 1,3 Milliarden Euro in Europa investiert werden. Etwa 400 Millionen Euro sollen nach Lateinamerika und Asien sowie weitere 700 Millionen Euro nach Nordamerika gehen. Weltweit will der Leverkusener Traditionskonzern wie geplant 2,4 Milliarden Euro in die Sparte investieren. "Wir rechnen damit, dass der Weltmarkt für Pflanzenschutzmittel und Saatgut bis 2020 auf 100 Milliarden Euro wächst", sagte der Chef der Tochter Bayer CropScience, Liam Condon. Dies wäre eine Verdoppelung zum Jahr 2008. Im Fokus steht bei Bayer vor allem die Forschung und Entwicklung von neuen Weizenlösungen. Hier will das Unternehmen bis 2020 1,5 Milliarden Euro investieren.

Knapp unter Allzeithoch
Trotz der starken Performance in den vergangenen Monaten ist die Bayer-Aktie immer noch moderat bewertet. Gelingt nun auch der Sprung über das bisherige Allzeithoch bei 106,90 Euro, wäre der Weg nach oben frei. DER AKTIONÄR rät daher weiterhin zum Kauf der Anteile des Qualitätsunternehmens. Der Stopp sollte bei 90,00 Euro belassen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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