Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer und Merck KGaA an der DAX-Spitze: Was ist da los?

Gleich zwei Unternehmen aus dem Chemie-/Pharmabereich führen am Mittwoch die Gewinnerliste im DAX an. Auf Platz 1 rangiert Bayer mit einem Plus von 2,9 Prozent, gefolgt von der Merck KGaA mit einem Zugewinn von 2,6 Prozent. Auf den Plätzen drei, vier und fünf folgen die Deutsche Bank, Adidas und Vonovia.

Die Bayer-Aktie profitiert dabei vom US-Okay für die Übernahme von Monsanto. Wie Bayer mitteilte, hat das US-Justizministerium am Dienstag die geplante Übernahme von Monsanto durch Bayer unter Auflagen genehmigt. „Mit der Freigabe des Department of Justice stehen wir jetzt kurz vor dem Ziel, ein führendes Unternehmen der Agrarwirtschaft zu schaffen", erklärte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann. Mittlerweile liegen Bayer fast alle notwendigen Freigaben vor. Bayer erwartet, die noch ausstehenden Genehmigungen, die für den Abschluss der Transaktion erforderlich sind, in Kürze zu erhalten. Bayer wird nach Erhalt der ausstehenden notwendigen Freigaben der alleinige Eigentümer der Monsanto Company. Gemäß den Auflagen des DOJ kann die Integration von Monsanto in den Bayer-Konzern erfolgen, sobald BASF den Erwerb der von Bayer abgegebenen Geschäfte vollzogen hat. Hiermit wird in etwa in zwei Monaten gerechnet, hieß es in der Mitteilung weiter.

Die Merck KGaA profitiert hingegen von einer Kaufempfehlung der Commerzbank. Der Analyst Daniel Wendorff nannte in seiner aktuellen Studie Fortschritte in der Pharmapipeline als einen der Gründe für sein neues „Buy"-Votum. In diesem Jahr winken wichtige Daten zu den Wirkstoffkandidaten wie dem Krebsantikörper Avelumab, dem MS-Mittel Evobrutinib oder Krebs-Immuntherapeutikum M7824, so der Experte. Insgesamt sei das starke Wachstum im Gesundheitsbereich Grundlage.

Während Bayer trotz des heutigen Kursplus noch immer charttechnisch angeschlagen ist, könnte der Aktie von Merck der nachhaltige Ausbruch über die 200-Tage-Linie gelingen. Bei dem Wert wäre dann Luft bis in den Bereich von 100 Euro.

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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