Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer sucht Käufer – Aktie mit Zugewinnen

Nach der angelaufenen Milliarden-Übernahme des umstrittenen US-Saatgutspezialisten Monsanto arbeitet der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer einem Medienbericht zufolge an dem Verkauf von größeren Sparten. Für einen Teil seiner Hautprodukte (Dermatologie) suche der Konzern so konkret einen Käufer, dass die Investmentbank JP Morgan schon fest dafür mandatiert sei, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Mittwoch unter Berufung auf Finanzkreise. Für das Geschäftsfeld Radiologie erwäge Bayer ebenfalls einen Verkauf und habe dafür Investmentbanken zur Bewerbungsrunde antreten lassen. Noch sei aber nicht entschieden, ob sich die Leverkusener wirklich von der Sparte trennen werden.

Für die Radiologie-Sparte, zu der unter anderem die Kontrastmittel Ultravist und Gadovist gehören, erwarte Bayer rund 3 bis 3,2 Milliarden Dollar, hieß es weiter. Die Dermatologie mit Präparaten wie Finacea, Skinoren sowie das Kortison-Präparat Desonate könnte einen Milliardenbetrag so eben einbringen. Nicht zum Verkauf stünden aber die rezeptfreien Klassiker wie die Wundsalbe Bepanthen und das Pilzmittel Canesten.

Monsanto-Übernahme

Bayer ist dabei, den US-Saatguthersteller Monsanto für 66 Milliarden Dollar zu erwerben. Dies ist die größte Übernahme, die ein deutsches Unternehmen bisher gestemmt hat. Die Monsanto-Aktionäre und die Behörden müssen dem Deal noch zustimmen. Zwar betone Bayer, dafür keine Geschäfte abgeben zu müssen, weil der Zukauf auch so durchfinanziert sei, schreibt die Zeitung. Aber indirekt hänge beides natürlich doch zusammen, denn mit den Verkaufserlösen aus den Geschäften könnte Bayer den Schuldenberg abbauen.

Nachdem die Aktie von Bayer zuletzt erneut klar den Rückwärtsgang eingeschlagen hatte, kann der Wert am Mittwoch nun wieder leicht zulegen. Gut ein Prozent auf 89,73 Euro geht es nach oben. DER AKTIONÄR bleibt weiterhin der Ansicht, dass es im DAX bessere Alternativen als Bayer gibt. Anleger beachten den Stopp bei 86 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

Risiko-Ertrags-Analyse
 

Autor: Blay, Kenneth A. / Markowitz, Harry M.
ISBN: 9783864701795
Seiten: 224
Erscheinungsdatum: 04. April 2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Die moderne Portfoliotheorie (MPT) bildet seit über 60 Jahren das Fundament der Finanzanlage. Sie strebt die optimale Zusammenstellung eines Portfolios unter Berücksichtigung des Risikos, des Ertrags und der Anlegerpräferenz an. Im Zuge der Finanzkrise geriet die Theorie unter Beschuss. „Risiko-Ertrags-Analyse“ ist Markowitz’ Antwort auf diese Kritik. Sie soll die „Große Verwirrung“ beseitigen, die seiner Ansicht nach über die Reichweite und die Bedeutung der MPT besteht.

 

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Michel Doepke | 0 Kommentare

Bayer: Der nächste Nackenschlag

Neben der scharf kritisierten Monsanto-Übernahme wird Bayer mit neuen Problemen in der Pharma-Sparte konfrontiert. In einem Prozess in den USA hat das wichtigste Produkt der Leverkusener, der Gerinnungshemmer Xarelto, eine Niederlage kassiert. Die DAX-Aktie reagiert in einem ohnehin schwachen … mehr
| Marion Schlegel | 0 Kommentare

Bayer erleidet Rückschlag, Aktie angeschlagen

Während sich die geplante Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto weiter hinzieht, entwickelt sich derzeit auch die Sparte Pharma nicht wunschgemäß. Mit einem Kombinationsprodukt zur Behandlung von Lungenentzündungen hat der Konzern zuletzt einen Rückschlag erlitten. Eine Studie der klinischen … mehr
| Marion Schlegel | 0 Kommentare

Bayer-BASF-Deal: Der Gewinner der Analysten

Im Zuge der geplanten Übernahme von Monsanto will Bayer große Teile seines Geschäfts mit Saatgut- und Unkrautvernichtungsmitteln an BASF verkauft. Der Kaufpreis soll der Vereinbarung der beiden Unternehmen zufolge bei 5,9 Milliarden Euro in bar liegen. Die Bayer-Aktie hat angesichts des finanziell … mehr