Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer nach dem Mega-Deal: Das raten jetzt die Analysten

Es ist die größte Übernahme, die ein deutsches Unternehmen je getätigt hat. In der vergangenen Woche wurde der Deal unter Dach und Fach gebracht. Bayer kauft den US-Saatguthersteller Monsanto für knapp 66 Milliarden Dollar. Pro Monsanto-Aktie bietet Bayer 128 Dollar. Die Regulierungsbehörden müssen allerdings noch zustimmen. Die beiden Konzerne rechnen mit einem Abschluss der Transaktion bis Ende kommenden Jahres. Zuletzt haben nun auch einige Analysten die Aktie von Bayer noch einmal näher unter die Lupe genommen. Die Meinungen sind allerdings geteilt.

Während die Commerzbank das Kursziel für Bayer nach der Veranstaltung "Meet-Management" von 110 auf 118 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen hat, äußerten sich andere klar negativer. Wegen der neuen optimistischen Ziele des Konzerns für das Pharmageschäft habe er seine eigenen Schätzungen angehoben, erkärte Commerzbank-Analyst Daniel Wendorff in einer Studie. Auch für die Tochter Covestro stiegen seine Annahmen. Seine Prognose liege nun leicht über den Markterwartungen und den Unternehmenszielen.

Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Monsanto von "Underperform" auf "Market-Perform" hochgestuft und das Kursziel von 90 auf 105 Dollar angehoben. Analyst Jonas Oxgaard kalkulierte in einer Studie nun mit einer 50/50-Chance, dass die Übernahme durch Bayer gelingt. Den fundamentalen Wert für den Saatgutkonzern sieht er bei 80 US-Dollar. Bayer hat 128 Dollar je Aktie für den Kauf geboten.

Bayer von Nachhaltigkeitsliste gestrichen

Die DZ Bank hingegen hat Bayer wegen der angestrebten Monsanto-Übernahme bis auf weiteres aus ihrer Liste der nachhaltig investierbaren Unternehmen gestrichen. Mit dem Kauf des US-Saatgutkonzerns erwerbe der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern "ein unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten kritisches Produktportfolio und die damit verbundenen ökonomischen Nachhaltigkeitsrisiken", so Analyst Marcus Pratsch.

DER AKTIONÄR sieht den Deal grundsätzlich als schwierig für Bayer. Angesichts des hohen Finanzierungsbedarfs wird die Aktie kurz- bis mittelfristig eher unter Druck geraten, als stark steigen. Außerdem belastet eine Kapitalerhöhung in dieser Größenordnung eine positive Kursentwicklung. Auch die Integration von Monsanto in den Bayer-Konzern wird viel Zeit beanspruchen. DER AKTIONÄR rät den Anleger, die Papiere zu meiden.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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