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Bayer hofft auf Boots-Zuschlag

Gemeinsam mit fünf weiteren Bietern buhlt der Pharmakonzern Bayer um die Healthcare-Sparte der Drogeriekette Boots. Das endgültige Gebot soll sich auf 2,1 Milliarden Euro belaufen.

Gemeinsam mit fünf weiteren Bietern buhlt der Pharmakonzern Bayer um die Healthcare-Sparte der britischen Drogeriekette Boots. Das endgültige Gebot soll sich auf 2,1 Milliarden Euro belaufen.

Von Steffen Eidam

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer schielt auf die zum Verkauf stehende Arzneisparte der Drogeriekette Boots. Laut Informationen aus Branchenkreisen haben weitere fünf Unternehmen ein Angebot abgegeben. Das Angebot der Leverkusener soll umgerechnet 2,1 Milliarden Euro betragen. Am Donnerstag war die Angebotsfrist für die Kaufgebote abgelaufen. Zu den weiteren Bietern gehören Europas größter Pharmakonzern GlaxoSmithKline sowie der britische Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser, die US-Konzerne Pfizer und Johnson + Johnson sowie der Schweizer Arzneimittelhersteller Novartis.

Attraktives OTC-Geschäft

Im Gefecht um die Boots-Sparte Healthcare International (BHI), zu der Marken wie die Hautreinigungsserie Clearasil oder das Schmerzmittel Nurofen gehören, hat Bayer keine schlechten Karten. Bayer will sein Geschäft mit verschreibungsfreien Medikamenten - so genannten Over-the-Counter-Präparaten (OTC)- ausbauen. In Branchenkreisen heißt es, dass die Leverkusener nicht so viel bieten müssten wie GlaxoSmith Kline. Zudem könnte den Briten das Kartellamt einen Strich durch die Rechnung machen. Die Leverkusener waren 2004 durch den Kauf des OTC-Geschäfts von Roche zu einem führenden Konzerne in diesem Bereich aufgestiegen.

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