Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer gibt mächtig Gas: weitere Milliarden-Investition geplant

Mitten im Mega-Übernahmepoker um den US-Saatgutkonzern Monsanto treibt der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer sein eigenes Pflanzenschutzgeschäft voran. Zwischen 2017 und 2020 sollen 2,5 Milliarden Euro als Investitionen in das weltweite Agrarchemie-Geschäft fließen, sagte der Bayer-Vorstand und CropScience-Chef, Liam Condon am Mittwoch in Leverkusen. Darüber hinaus will er pro Jahr mehr als eine Milliarde Euro in die Forschung und Entwicklung stecken. In Sachen Monsanto-Übernahme gab es unterdessen keine Neuigkeiten.

"Ich werde mich zu diesem Thema nicht äußern", sagte Condon. Es bestehe eine Vereinbarung, dass man sich in der Öffentlichkeit nicht äußert. Bayer will durch den im Mai angekündigten Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto auf einen Schlag zum weltgrößten Hersteller von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln aufrücken. Der DAX-Konzern hatte sein Gebot in der Nacht zum Dienstag erneut leicht erhöht. Monsanto hält sich aber auch bei der nun knapp 65 Milliarden Dollar (58 Milliarden Euro) schweren Gesamtofferte alle Optionen offen. Der Mega-Deal bleibt in der Schwebe.

Die Zusammenschlüsse der Konkurrenz

Die Konkurrenz ist ebenfalls umtriebig. So hatten zuletzt die US-Behörden für die geplante Milliarden-Übernahme des Schweizer Agrarchemie-Konzerns Syngenta durch das chinesische Staatsunternehmen ChemChina grünes Licht gegeben. Die US-Regulierungsbehörde Committee on Foreign Investment stimmte dem 43-Milliarden-Dollar-Deal Mitte August zu.

Schon im Dezember hatten Dow Chemical und Dupont verkündet, dass sie zusammengehen wollen. Nach der Fusion der zwei US-Konzerne soll der neue Gigant dann in drei jeweils börsennotierte Unternehmen für Spezialchemikalien, Kunststoffe und Agrarchemikalien aufgespalten werden. Der Markt gilt trotz der derzeitigen Schwäche langfristig als wachstumsträchtig und lukrativ.

Aktie ohne Schwung

Die Aktie von Bayer tritt derzeit auf der Stelle. Vor Kurzem war das Papier noch am Widerstand bei 100 Euro gescheitert. Erst ein Sprung darüber wäre ein positives Signal. DER AKTIONÄR bleibt dabei, mittelfristig gibt es bessere Alternativen im DAX als Bayer.

(Mit Material von dpa-AFX)


 

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