Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer-Aktie kommt nicht von der Stelle – das meinen die Analysten

Bayer hat am Mittwoch die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt (vgl. Bayer-Aktie nach Zahlen kräftig unter Druck). Analysten sprachen dabei zwar von ordentlichen Resultaten und lobten die Entwicklung der Kernbereiche Pharma und Pflanzenschutz sowie den Beitrag der Kunststofftochter Covestro, die am Dienstag ihren Zwischenbericht vorgelegt hatte. Bei rezeptfreien Produkten müsse Bayer aber noch seine Hausaufgaben machen, forderte Volker Braun vom Bankhaus Lampe. Zudem könnten die anhaltenden Sorgen über die geplante Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto die Geschäftsergebnisse überschatten, ergänzte Marietta Miemietz von der Investmentbank Equinet. Schon bei den ersten Spekulationen über ein Interesse von Bayer an den Amerikanern war der Kurs abgesackt aus Sorge vor einem zu hohen Preis. Mit einem Minus von rund 22 Prozent seit Jahresbeginn zählen die Bayer-Aktien zu den schwächsten Werten im DAX, der insgesamt nahezu stagniert.

Aktie im Analysten-Check

Auch einige andere Analysten haben die Aktie von Bayer nach den Zahlen erneut unter die Lupe genommen. Die DZ Bank hat den fairen Wert für Bayer von 100 auf 95 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Das dritte Quartal des Pharma- und Pflanzenschutzkonzerns habe die Erwartungen übertroffen, so Analyst Peter Spengler. Das gute operative Ergebnis habe vor allem von der Kunststofftochter Covestro, deren Zahlen am Vortag publik geworden waren, und vom Pharmageschäft profitiert.

Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Bayer auf "Buy" mit einem Kursziel von 113 Euro belassen. Der DAX-Konzern habe im dritten Quartal insgesamt ordentlich, aber nicht stark abgeschnitten, so Analyst Alistair Campbell in einer Studie vom Mittwoch. Das Pharma- und Pflanzenschutzgeschäft sowie die Kunststofftochter Covestro hätten die Schwäche im Geschäft mit rezeptfreien Produkten kompensiert. Zudem scheine die leicht nach oben präzisierte Jahresprognose für den Gewinn je Aktie (EPS) eher auf Steuereffekte als auf operative Stärke zurückzugehen.

DER AKTIONÄR sieht die Lage bei Bayer etwas skeptischer. Die Übernahme von Monsanto dürfte den Wert weiter belasten, so dass auch in Zukunft keine Outperformance der Bayer-Aktie im DAX zu erwarten ist.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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