Bayer
- Maximilian Völkl

Bayer-Aktie: Im freien Fall

Die Talfahrt der Bayer-Aktie hält an. Am Dienstag zählt der Pharmariese erneut zu den schwächsten Werten im DAX. Seit dem Rekordhoch im April hat der Titel im konstanten Abwärtstrend bereits 25 Prozent an Wert verloren. Es gibt aber auch positive Nachrichten. So wurde der Verkauf der Diabetes-Sparte an Panasonic Healthcare abgeschlossen.

Bereits im Juni 2015 hatte Bayer den Deal mit den Japanern eingefädelt, der nun 1,02 Milliarden Euro in die Kasse spült. Die Diabetes-Sparte des DAX-Konzerns setzte 2014 noch 909 Millionen Euro um. Unter dem Namen Ascensia Diabetes Care will sich Panasonic Healthcare im Bereich Diabetes in Zukunft noch globaler aufstellen, während sich Bayer zunehmend auf seine Kernkompetenzen konzentriert. 2015 wurde deshalb auch bereits die MaterialScience-Sparte unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht.

In den vergangenen Jahren galt Bayer stets als Garant für steigende Aktienkurse. Seit dem Hoch bei 146,45 Euro zeigt der Weg aber deutlich nach unten. Der Abwärtstrend ist deutlich intakt und hat sich in den vergangenen Wochen sogar noch einmal beschleunigt. Inzwischen notiert die Aktie nur noch knapp oberhalb des massiven Unterstützungsbereichs bei rund 107 Euro. Sollte diese Marke allerdings auch keinen Halt bieten, drohen auf Sicht sogar wieder zweistellige Kurse.

Stopp beachten

Die Schwächephase bei Bayer hält also an. Langfristig bleiben die Perspektiven aber gut. Die breite Produktpalette und die geringe Konjunkturabhängigkeit sollten bald für die Trendwende sorgen. Anleger bleiben deshalb an Bord, beachten aber den Stoppkurs bei 104 Euro, der zunehmend näher rückt.

(Mit Material von dpa-AFX)

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