Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer-Aktie heimlich an die Spitze: Bester DAX-Wert hinter der Commerzbank

Seit dem Zwischentief 2011 kennt die Aktie von Bayer nahezu nur noch eine Richtung – die nach oben. Der Wert hat sich seitdem rund verdreifacht. Und auch zuletzt konnte das Papier wieder deutlich zulegen: Im Monatsvergleich steht ein Plus von knapp neun Prozent auf zuletzt 103,60 Euro zu Buche. Damit wird Bayer lediglich von der Commerzbank übertrumpft, die im gleichen Zeitraum knapp zwölf Prozent hinzugewann.

Positive News für Hoffnungsträger
Und Bayer ist zu Recht bei den Top-Werten des DAX zu finden. Zahlreiche positive Meldungen haben das Papier unterstützt. Zuletzt hat der Pharma- und Chemiekonzern bekannt gegeben, dass er die Zulassung für sein neues Augenmittel Eylea in Japan erweitern will. Wie Bayer am Donnerstag mitteilte, soll das Mittel nun auch bei Patienten eingesetzt werden, die an einem Makulaödem nach retinalem Venenastverschluss leiden. Das ist eine häufige und schwere Erkrankung der Netzhaut, von der weltweit etwa 14 Millionen Menschen betroffen sind. Basis für den nun eingereichten Zulassungsantrag seien entsprechende klinische Studiendaten. Eylea ist in Japan bereits zur Behandlung weiterer Augenleiden zugelassen. Das Mittel ist einer der großen Hoffnungsträger im Bayer-Pharmageschäft.

Großes Investitionsprogramm
Zudem rechnet Bayer in den USA mit einem anhaltend guten Agrargeschäft und steckt fast ein Drittel der bis 2016 geplanten Investitionen in den Ausbau der dortigen Aktivitäten. Rund 700 Millionen Euro des vor einem Jahr angekündigten Investitionsprogramms von zirka 2,4 Milliarden Euro sollen in der größten Volkswirtschaft der Welt erfolgen. Das sagte Liam Condon, Vorstandschef der Bayer-Sparte CropScience, am Mittwoch bei der Einweihung des integrierten Forschungs- und Entwicklungsstandorts im kalifornischen West Sacramento und präzisierte damit die Angaben vom September 2013. Damals hatte er gesagt, dass die USA ein Schwerpunkt der weltweiten Ausgaben für das Wachstum sein würden. Die Investitionen sollten dazu beitragen, dass der Konzern schneller wachse als der US-Markt.

Gewinne laufen lassen
Anleger bleiben bei der Bayer-Aktie in jedem Fall weiter an Bord. Der Stopp zur Absicherung sollte bei 83 Euro platziert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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