Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer-Aktie deutlich unter Druck: Diese Marke ist jetzt wichtig

Die Mega-Fusion der US-Chemiegiganten Dupont und Dow Chemical wird die Branche weltweit kräftig durchwirbeln. Die beiden Konzerne haben einen Börsenwert von jeweils knapp 60 Milliarden Dollar. Es entsteht ein Super-Unternehmen mit rund 90 Milliarden Dollar (82 Milliarden Euro) Umsatz. Der deutsche Konkurrent BASF würde damit zunächst seine Position als größter Chemiekonzern der Welt verlieren. Doch die bisherigen US-Rivalen wollen sich nach der Fusion aufspalten. So entstehen neue schlagkräftige Einheiten für Agrochemie, Spezialchemikalien und Kunststoffe.

Diese neuen Player dürften auch den europäischen Konkurrenten wie Bayer und Syngenta kräftig einheizen. Denn bei dem Deal in den USA geht es nicht nur um schiere Größe. So sieht der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Marijn Dekkers, durch die mögliche Fusion der US-Giganten den Trend zur Fokussierung bestätigt. Einzelne Geschäfte sollen gebündelt und später wieder separiert werden.

HSBC bestätigt Kaufempfehlung

Diesen Trend sehe die Branche schon lange, sagte Dekkers, der auch Bayer-Chef ist, vor wenigen Tagen auf einer Pressekonferenz des Verbands. Es sei für Firmen sehr schwierig, sehr breit aufgestellt zu sein. Bayer selbst habe in den vergangenen Jahren entsprechende Schritte mit der Abspaltung von Lanxess vor zehn Jahren und dem Börsengang von Covestro im laufenden Jahr bereits vollzogen. In den USA bestehe in dieser Beziehung offenbar noch Nachholbedarf.

Die Bayer-Aktie ist zuletzt etwas unter Druck geraten. Von gut 127 Euro ist das Papier auf fast 110 Euro zurückgefallen. Der positiven Einschätzung der britischen Investmentbank HSBC tut das aber keinen Abbruch. Sie hat die Einstufung für Bayer angesichts der Fusion von Dow Chemical und DuPont auf "Buy" mit einem Kursziel von 138 Euro belassen. Die Fusion schaffe Chancen und Risiken für den deutschen Rivalen, schrieb Analyst Stephen McGarry in einer Studie vom Montag. Derzeit würden die Bayer-Aktien wegen der Xarelto-Sorgen zu einem zu hohen Abschlag gegenüber der Branche gehandelt. Dieser Abschlag sei seiner Ansicht nach zu hoch.

Auch DER AKTIONÄR hält die Aktie weiterhin für aussichtsreich. Anleger sichern ihre Positionen mit einem Stopp bei 104 Euro ab – also knapp unterhalb des 52-Wochen-Tiefs.

(Mit Material von dpa-AFX)


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