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- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer Aktie: Analysten strotzen vor Optimismus – ist das gerechtfertigt?

Der Bayer-Konzern hat am Mittwoch die Zahlen für das vergangenen Geschäftsjahr sowie den Ausblick für 2018 vorgelegt. Nach einem schwierigen Jahr 2017 rechnet der Pharma- und Agrochemiekonzern auch im neuen Geschäftsjahr mit keinen großen Sprüngen. 2018 erwartet Bayer einen Umsatz von 35 Milliarden Euro, was in etwa dem Niveau des abgelaufenen Jahres entspricht. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vor Sonderposten soll im Bereich des Vorjahresergebnisses liegen. Dieses betrug 2017 knapp 9,3 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs 2017 minimal. Damit enttäuschte Bayer die Anlegerschaft und die Aktie legte den Rückwärtsgang ein.

Die Analysten bleiben indes optimistisch, was die Aktie von Bayer angeht. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Bayer nach den Zahlen zwar von 125 auf 120 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf „Buy" belassen. Die Baader Bank hat die Einstufung ebenfalls auf „Buy" mit einem Kursziel von 140 Euro belassen. Und auch die Commerzbank präsentiert sich weiter zuversichtlich: Analyst Daniel Wendorff spricht weiter eine Kaufempfehlung mit Kursziel 124 Euro aus.

Ähnlich fällt die Einschätzung auch bei den Experten der US-Banken aus. Die US-Investmentbank Goldman Sachs beispielsweise hat die Einstufung für Bayer auf „Buy" mit einem Kursziel von 125 Euro belassen. Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für die Aktie auf „Overweight" belassen. Analyst Richard Vosser sprach in einer am Mittwoch vorliegenden Schnelleinschätzung zwar von „gemischten Resultaten" des Chemie- und Pharmakonzerns. Der Ausblick dürfte zwar für sinkende Marktschätzungen sorgen. In einer möglichen Kursschwäche sehe er vor dem erwarteten Abschluss der Monsanto-Übernahme aber eine gute Kaufgelegenheit.

DER AKTIONÄR kann den bei den Analysten seit Monaten andauernden Optimismus allerdings weiter nicht teilen und lag damit zuletzt auch goldrichtig. Die Belastungen im Zusammenhang mit der geplanten Monsanto-Übernahme stehen weiter im Vordergrund. Es gibt derzeit klar bessere Anlagealternativen. Zudem ist die Aktie auch charttechnisch klar angeschlagen.

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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