Bayer
- Thorsten Küfner - Redakteur

Bayer: Auf dem Weg zum Tenbagger

Die Aktie von Bayer zählt zu den stärksten DAX-Werten des Jahres 2012. Seit dem Tief im März 2003 haben die Anteile des Leverkusener Pharma- und Chemieriesen mehr als 700 Prozent zugelegt – und die Rallye dürfte noch weiter gehen.

Es ist wohl der Traum eines jeden Anlegers: Einmal einen Tenbagger im Depot haben, also eine Aktie, die sich im Wert verzehnfacht. Viele stöbern dafür in Bilanzen kleiner Start-ups. Andere riskieren ihr Geld mit Aktien von Rohstofffirmen, die vom Beginn der Förderung noch ähnlich weit entfernt sind wie etwa die USA von einem ausgeglichenen Haushalt, oder Biotechunternehmen, die auch kaum über realistische Überlebenschancen verfügen. Und wohl nur ganz, ganz wenige Anleger haben einfach am 17. März 2003 die Aktie des traditionsreichen Bayer-Konzerns gekauft - für gerade einmal 9,18 Euro.

Fast risikolos zur Verachtfachung

Denn in der Panik nach dem Lipobay-Skandal und dem sich anbahnenden Irakkrieg war die Bayer-Aktie massiv unter Beschuss geraten, was natürlich völlig übertrieben war. Heute kostet ein Anteil am Leverkusener Pharma- und Chemieriesen mehr als 70 Euro, man wäre also „nur noch" etwa 20 Euro oder rund 30 Prozent von der Verzehnfachung seines Kapitals entfernt. Würde man die gezahlten Dividenden von seither 11,20 Euro und die Tatsache, dass Bayer-Aktionäre 2005 für jeweils zehn Aktien je einen Anteil an Lanxess erhalten haben, miteinrechnen, hätte man in etwa seinen Einsatz verzehnfacht - ohne großen Aufwand und ohne allzu großes Risiko.

Mehr im aktuellen Heft

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Werner Sperber | 0 Kommentare

Bayer: Das ist schlecht für die Aktionäre

Die Fachleute der Platow Börse verweisen auf das (mittlerweile von Monsanto als unvollständig und zu niedrig abgelehnte) Übernahmeangebot von Bayer an den US-Gensaat-Konzern. Bayer offeriert 62 Milliarden Dollar für den Hersteller des Herbizids Glyphosat. Nach diesem Angebot sackte der Aktienkurs … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Bayer: Günstig bewertet, trotz und mit Monsanto

Die Fachleute des Aktionärsbrief stellen sich vollständig gegen die öffentliche Meinung und finden die Übernahme von Monsanto durch Bayer gut. Der Kauf soll durch eigenes Geld und Kredite sowie eine Kapitalerhöhung im geschätzten Volumen von 14 Milliarden Euro finanziert werden (das entspräche … mehr
| Werner Sperber | 0 Kommentare

Bayer: Schreck, schrecklicher, Monsanto-Übernahme

Die Sachkenner von Börse Online verweisen auf die 122 Dollar je Aktie von Monsanto, also die als hoher Betrag eingestuften 62 Milliarden Dollar, welche Bayer für den Kauf des weltweit meistgehassten Unternehmens ausgeben möchte. Das hat die Anleger erschreckt. Vorstandsvorsitzender Werner Baumann … mehr